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Wikileaks: Assange droht mit Veröffentlichung aller Dokumente

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In einem Interview für den arabischen Fernsehsender Al-Dschasira hat Wikileaks-Gründer Julian Assange mit der Veröffentlichung aller im Besitz der Organisation befindlichen Dokumente gedroht, sollte er ermordet oder für lange Zeit ins Gefängnis gesteckt werden. In diesem Fall stünden 2000 Websites bereit, um das derzeit durch Passwörter geschützte Material ins Internet zu stellen.

Wikileaks hatte in den vergangenen Monaten hunderttausende vertrauliche Unterlagen über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie über den diplomatischen Schriftverkehr der USA in ihren Besitz gebracht. Veröffentlicht wird das Material weltweit von mehreren Zeitungen (unter anderem dem Spiegel), die mit Wikileaks kooperieren und sicherstellen sollen, dass dadurch das Leben von Menschen nicht gefährdet wird.

"Wir verhalten uns auf verantwortliche Weise“, sagte Assange dem Fernsehsender Al-Dschasira. "Aber wenn ich dazu gezwungen werde, könnten wir bis zum Äußersten gehen und jedes einzelne Dokument, das wir haben, zugänglich machen.“ (rst)