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Wikipedia testet WYSIWYG-Editor

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Die Wikimedia Foundation hat einen neuen Prototypen des Visual Editors vorgestellt, der das Mitarbeiten in der Online-Enzyklopädie Wikipedia erleichtern soll. Wann die neue Technik einsatzbereit sein soll, ist allerdings unklar.

Mit der neuen Eingabemethode sollen sich die freiwilligen Mitarbeiter nicht mehr mit der teilweise chaotischen Wikisyntax beschäftigen müssen, die Grundlage für Wikipedia-Artikel ist. Die Wikimedia Foundation will so auch für Mitarbeiter attraktiver werden, die keinen technischen Hintergrund haben und die Arbeit mit Formatierungszeichen nicht gewohnt sind. Die Formatierungssprache ist in den ersten Jahren der Wikipedia wild gewachsen – besonders Aufgaben wie der Aufbau von Tabellen oder die Einbindung von Infoboxen sind sehr komplex.

Doch das Projekt stellt die Wikimedia Foundation vor größere Schwierigkeiten als erwartet. So hatte die Stiftung bereits im Dezember einen Prototypen des Visual Editors vorgestellt. Doch diese Umsetzung erwies sich als offenbar technische Sackgasse, so dass der Editor fast komplett neu geschrieben werden musste. Zudem holte die Wikimedia Foundation Unterstützung von der Firma Wikia, die Wikis kommerziell betreibt. Wikia wurde wie die Wikimedia Foundation vom Unternehmer Jimmy Wales gegründet.

Der neue Prototyp wurde direkt in die Wikipedia zu Grunde liegende Software MediaWiki integriert. Zudem nutzt der Editor nun die HTML5-Funktion content editable, so dass zum Beispiel die Rechtschreibkorrektur des Browsers direkt genutzt werden kann und auch mobile Browser Zugriff auf den neuen Editor haben. (Torsten Kleinz) / (anw)

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