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Windows 10 1809: Das sind die Highlights der kommenden Version

Die nächste Ausgabe von Windows 10 steht vor der Tür: Build 1809. Das Upgrade bringt unter anderem eine Cloud-Zwischenablage und verbessert die Suchfunktion.

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Windows 10

(Bild: dpa, Microsoft)

Alle sechs Monate spendiert Microsoft seinem Betriebssystem Windows 10 ein Funktions-Upgrade. Die nächste Version 1809 dürfte zwischen Ende September und Anfang Oktober erscheinen und jede Menge neue Features mitbringen: etwa eine verbesserte Suche, eine simplere Integration zwischen Handy und Rechner und eine geräteübergreifende Zwischenablage. Insgesamt sind es jede Menge neue Kleinigkeiten und viele durchaus sinnvoll.

Mit der neuen App Your Phone aus dem Windows Store etwa lassen sich Fotos vom Handy auf den PC übertragen. Dafür benötigen Sie allerdings ein Gerät mit mindestens Android 7.0 und die kostenlose App Your Phone Companion (ehemals Microsoft Apps) aus Googles Play Store.

Auf dem PC und in der Smartphone-App sollten Sie mit demselben Microsoft-Konto eingeloggt sein. So können Sie die Fotos bequem auf dem Rechner speichern und bearbeiten, ohne das Handy per USB-Kabel mit dem Rechner zu verbinden. Für iOS steht diese Funktion bislang nicht zur Verfügung. Ob und wann sie dorthin kommt, ist offen.

Der Verlauf der Zwischenablage öffnet sich per Windows+V. Auf Wunsch wird er in die Cloud synchronisiert.

Die Zwischenablage wandert auf Wunsch in die Cloud: Über das Cloud Clipboard können Sie ganze Textblöcke auf einem Windows-Rechner kopieren und den Inhalt auf einem anderen Windows-Rechner wieder einfügen. So muss der Text muss nicht mehr umständlich per E-Mail oder OneDrive hin und her geschoben werden. Bilder dürfen dabei laut Microsoft maximal 4 MByte groß sein – in unseren Tests tauchten sie allerdings hin und wieder gar nicht auf.

Cloud Clipboard funktioniert über das eigene Microsoft-Konto: Sie sollten mit demselben Konto an beiden Rechnern angemeldet sein und die Funktion in den Einstellungen unter "System/Zwischenablage" aktivieren. Anschließend öffnet Windows+V ein Fenster mit den Inhalten der Zwischenablage und bietet zudem eine Verlaufsfunktion mit älteren Inhalten.

Optisch wird es mit Windows 10 Version 1809 auf Wunsch etwas dunkler: Wer den dunklen App-Modus in den Einstellungen unter "Personalisierung/Farben" auswählt, erhält nun auch den Datei-Explorer mit dunklem Hintergrund und heller Schrift. Allerdings ist die Funktion noch nicht einheitlich verfügbar: Wer vom Explorer zur klassischen Systemsteuerung wechselt, hat plötzlich wieder einen hellen Hintergrund vor der Nase.

Das "Fluent Design" mit stärkeren Transparenzeffekten für moderne Apps findet sich nun auch im bordeigenen Virenwächter, in der Taskansicht und in diversen Kontext- und Dropdown-Menüs wieder.

Microsoft hat an der Suchfunktion gedreht, die beispielsweise erscheint, wenn Sie die Windowstaste drücken und dann einen Suchtext eingeben. Das Fenster ist breiter geworden und die Suche bietet mehr Optionen: Sie zeigt Verknüpfungen von Programmen zum Ausführen mit Administratorrechten oder zuletzt geöffnete Dokumente an. Am oberen Rand lässt sich die Suche nach bestimmten Elementen eingrenzen, etwa Bildern, Dokumenten oder dem Web.

Die Windows-Suche präsentiert nun auf Anhieb mehr Details – etwa Startoptionen für Programme oder auch Web-Suchergebnisse.

Die Web-Suche soll außerdem die offiziellen Download-Quellen bekannter Software finden und einen direkten Download-Link anzeigen. Im Test klappte das bislang nur mit US-englischem Sprachprofil und auch damit nur rudimentär.

Microsofts-Browser Edge kommt mit mehreren neuen Features. Sie können etwa verhindern, dass Edge standardmäßig automatisch Audio- und Videoinhalte abspielt – in den Edge-Einstellungen unter "Erweitert" zu finden. Damit die Videos Ihrer Lieblingswebseite Sie trotzdem erreichen, können Sie die Autoplay-Berechtigungen für jede Webseite einzeln setzen. Das geht über das Info- oder Schloss-Icon links neben der Adressleiste.

Zusätzlich sind die Menüs aufgeräumter, per Rechtsklick auf das Edge-Icon in der Taskleiste werden oft besuchte Seiten angezeigt und außerdem will Microsoft die Rendering-Geschwindigkeit für die PDF-Anzeige erhöht haben.

Neue Gruppenrichtlinien sollen Admins helfen, den Browser für Domänenmitglieder zu konfigurieren. Eine Liste mit Details hat Microsoft auf einer eigenen Webseite zusammengetragen.

Wer aber beispielsweise auf die geräteübergreifenden Arbeitsumgebungen "Sets" wartet, der muss sich weiter gedulden. Seit Ende 2017 testet Microsoft die Funktion im Betaprogramm, mit der ausgewählte Microsoft-Apps wie Mail, Office oder Webbrowser in einem einzigen Fenster durch Tabs dargestellt werden. Eine neue Erkennungsfunktion des bordeigenen Virenwächters für verdächtiges Programmverhalten ist ebenfalls nach einer kurzen Testphase wieder rausgeflogen.

Alle neuen Funktionen von Windows 10 1809 finden Sie ausführlich in der c't 20/2018. (Jan Schüßler und Marvin Strathmann) / (str)

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