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Windows 10 Build 9901: Weitere Verschmelzung von Desktop und Touch

Eine ins Netz gelangte Version der Technical Preview von Windows 10 zeigt leichte optische Veränderungen. Microsoft arbeitet offenbar weiter fleißig an der Vereinheitlichung von Desktop- und Touch-Oberfläche.

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Windows 10 Technical Preview Build 9901 ins Netz gesickert

Eine neue und inoffzielle Version von Windows 10 Technical Preview ist ins Netz gesickert. Die Version mit der Build-Nummer 9901 dürfte ein Vorgeschmack auf die für den 21. Januar 2015 zu erwartende Consumer Preview sein.

Nach der Installation fällt im Vergleich mit der neuesten offiziellen Preview-Version (Build 9879) sofort das leicht überarbeitete Aussehen dieser Ausgabe auf: Die Taskleiste ist nun deutlich dunkler und beherbergt ein Suchfeld, dazu gibts ein paar neue Hintergrundbilder. Einige Apps wurden zudem überarbeitet; so präsentiert sich der Taschenrechner nun ebenfalls in einem dunkleren und minimalistischeren Look.

Die Integration der Sprachassistentin Cortana ist ein kleines Bisschen weiter vorangeschritten – so zeigt das Hilfecenter "Get started" nun einen Eintrag für sie. Mit Inhalten ist es allerdings noch nicht befüllt. Der Menüpunkt "Cortana & Search" in den "Settings" ist ebenso weitgehend funktionslos.

Einige Änderungen gibts auch an der Systemsteuerung, genauer gesagt an der Kachel-Ausgabe namens "Settings" (bisher "PC Settings" bzw. auf Deutsch "PC-Einstellungen"). Microsoft hat etliche Menüeinträge neu sortiert und den Funktionsumfang hier und dort graduell erweitert. So lassen sich dort beispielsweise die Fenster-Einrastfunktion Aero Snap und das Symbol, das Zugriff auf den Ortungsdienst anzeigt, ein- und ausschalten.

Der Standortverlauf lässt sich nun ebenfalls in den "Settings" löschen. Die "Provisioning Packages", mit denen Microsoft es ermöglichen will, Privat-PCs in Firmennetzwerke einzubinden, fand auf der europäischen TechEd Ende Oktober 2014 Erwähnung; in den "Settings" der geleakten Windows-Preview ist nun ein entsprechender Eintrag vorhanden.

Bemerkenswert ist, dass es offenbar keine Desktop-Ausgabe des Windows-Update-Tools mehr gibt. Klickt man den Eintrag in der Desktop-Systemsteuerung ("Control Panel") an, wird man ans Windows Update in den Kachel-"Settings" verwiesen. Auch der Taschenrechner ist nur noch in der optisch aufgemöbelten Kachelversion zu haben.

Beim Ausprobieren fällt auf, warum diese Ausgabe der Technical Preview nicht offiziell verfügbar ist: Die Startseite der Kachel-"Settings" wirkt arg unfertig; die App lief zudem instabil. Sie stürzte gelegentlich mitten im Betrieb ab und startete neu oder fror komplett ein. (jss)

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