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Windows 10 Creators Update: Erste Upgrade-Erfahrungen

Bei der Installation der neuesten Ausgabe von Windows 10 gibts die bekannten Hürden für den Datenschutz. Erfreulich: An der Verwendung von Altlizenzen hat sich offenbar nichts geändert.

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Windows 10 Creators Update: Erste Upgrade-Erfahrungen

Eine neue Ausgabe von Windows 10 bringt meistens Zündstoff: Das Updatepaket ist riesig, der Upgrade-Vorgang fehleranfällig, und regelmäßig macht Microsoft sich unbeliebt, weil Upgrades oft mit subtilen Versuchen daherkommen, dem Anwender die Redmonder Standard-Apps und freizügige Datenschutzeinstellungen unterzujubeln.

Upgrade aufs Creators Update (6 Bilder)

Das Upgrade auf Version 1703 klappt auch, wenn noch die Ur-Version von Windows 10 zum Einsatz kommt.

Erfreulich ist zunächst: Wer noch die Ur-Ausgabe von Windows 10 (Build 10240) oder das "November-Update" (Build 10586) verwendet, kann ohne Zwischenschritte mit dem Upgrade-Tool auf das Creators Update (Version 1703 = Build 15063) aktualisieren. Die Größe des Downloads variierte in unseren Tests stark: Meist lädt das Upgrade-Tool rund dreieinhalb Gigabyte an Daten herunter; in einem Fall liefen kanpp sechs Gigabyte über die Leitung.

Bislang noch nichts zu erkennen ist von Microsofts Ankündigung, dass Anwender vor dem Einspielen des Upgrades nochmals die Datenschutz-Einstellungen zu sehen bekommen, um sie zu überprüfen und ggf. anzupassen. Tatsächlich gleicht der Upgrade-Vorgang mit dem Microsoft-Tool "Windows10Upgrade9252.exe" relativ genau dem bereits von früheren Ausgaben bekannten Vorgang.

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Wie beim Upgradeprozess auf Windows 10 als solches muss der Anwender sich bei der ersten Anmeldung nach dem Upgrade durch ein paar Einrichtungsdialoge klicken, und auch diesmal sind die betreffenden Einstellungen serienmäßig eingeschaltet. Ignoriert man die Optionen und klickt sich einfach schnell duch die Dialoge, wird die Verwendung der Werbe-ID wieder eingeschaltet, der Positionsdienst aktiviert, Spracherkennungsdienste und Eingabevorschläge eingeschaltet ("kennenlernen") sowie Telemetrie- und Nutzungsdatenübertragung auf "Vollständig" gesetzt und die Auswertung der Nutzungsdaten für individualisierte Tipps erlaubt. Eine vormals mit CortanaGehWeg systemweit deaktivierte Cortana bleibt allerdings auch nach dem Upgrade ausgeschaltet – und zwar auch, wenn man während der Einrichtungsdialoge die Verwendung von Cortana bejaht. Zudem werden die Standard-Apps für Fotos, Musik und Videos sowie der Standardbrowser auf Microsofts Vorgaben zurückgesetzt.

Wer die angebotenen Schalter der Upgrade-Einrichtung alle anfasst, kann hingegen damit rechnen, dass seine Einstellungen weitgehend denen entsprechen, die er vor dem Upgrade gesetzt hat. Im Test ist uns bislang nicht aufgefallen, dass weitere datenschutzrelevante Optionen (Synchronisierung der Einstellungen übers Microsoft-Konto, App-Zugriffsrechte usw.) wieder eingeschaltet würden. Lediglich die mit dem Creators Update neu eingeführten Datenschutz-Einstellungen sind serienmäßig aktiviert, etwa der App-Zugriff auf Diagnoseinformationen und Aufgabenlisten.

Einen bizarren Fehler konnten wir schon auf mehreren PCs nachstellen: Markiert man auf dem Desktop mehrere Icons und schiebt sie ein paar Mal auf dem freien Desktop-Bereich umher, laden sie nicht immer dort, wo man es erwarten würde, sondern werden mitunter völig durcheinandergewürfelt.

Eine Frage, die sich mit jeder neuen Ausgabe von Windows 10 stellt, ist die nach dem Umgang mit Alt-Lizenzen für Windows 7, 8 und 8.1. Nach den bisherigen Eindrücken hat sich hier nichts geändert: Das Setup-Programm nahm im Test Schlüssel für Windows 7 Home Premium, 8 und 8 Pro an und aktivierte diese auch – und zwar auch auf Systemen, die nie zuvor Windows 10 gesehen haben und mit Keys, die nie zuvor für die Aktivierung einer Windows-10-Installation benutzt wurden.

Zudem liest das Setup-Programm wie gehabt Lizenzschlüssel aus, die vom OEM-Hersteller in der Hardware hinterlegt wurden. Auf einem alten Surface Pro verlangte das Setup seltsamerweise die Eingabe eines Lizenzschlüssels, obwohl einer für Windows 8 Pro in den ACPI-Tabellen des Mainboards hinterlegt ist – mit Windows 10 in Version 1607 war das nicht passiert; ebenso bereiten andere Geräte mit Windows-8-OEM-Lizenzschlüsseln in der Hardware keine Probleme.

Neues im Windows 10 Creators Update (20 Bilder)

Auf den ersten Blick sieht Windows 10 mit Creators Update nicht viel anders aus als die Vorgängerversion.

(jss)

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