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Windows 10 Creators Update: Zwangsneustart für drei Tage abschaltbar

Microsoft baut fleißig Optionen ins bevorstehende Creators Update ein, die den Zwangsneustarts für Windows-Updates den Schrecken nehmen sollen.

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Windows 10: Creators Update bringt (etwas) mehr Kontrolle über Updates

Das für in wenigen Wochen erwartete Creators Update für Windows 10 soll einige Funktionen liefern, die die Kontrolle über Windows-Updates für Anwender etwas erleichtern sollen – der Ansatz, bei Updates in Windows 10 früher oder später einen PC-Neustart zu erzwingen, hat offenbar für mehr Unmut gesorgt als geplant. Einige davon sind nicht grundsätzlich neu, doch in einem Blogbeitrag hat Microsoft nun eine weitere Funktion in Aussicht gestellt, mit denen das Unternehmen versuchen will, die strapazierten Nerven Update-gestresster Anwender zu entspannen. Der Zwangsneustart als solcher lässt sich aber nach wie vor nicht dauerhaft abschalten.

Steht ein Neustart für ein Update an, so soll es zusätzlich zu den Optionen für einen sofortigen Neustart oder einen individuell festzulegenden Zeitpunkt auch eine "Snooze"-Funktion geben, die den Zwangsneustart zur Installation des Updates für drei Tage unterbindet. Wer Sorge hat, Meldungen zu übersehen, die einen bevorstehenden Neustart ankündigen, soll sich nicht näher spezifizierte "weitere Benachrichtigungen" anzeigen lassen können.

Die "Nutzungszeit" ist der Zeitraum, in dem sich Windows 10 für den Abschluss einer Update-Installation auf keinen Fall neu starten soll. Im Anniversary Update kann diese Spanne höchstens 12 Stunden lang sein – für viele Anwender ein viel zu kleiner Wert. Mit dem Creators Update wächst die Nutzungszeit immerhin auf maximal 18 Stunden an.

Als weitere Maßnahme lässt sich im Creators Update der Bezug der meisten Windows-Updates für 35 Tage aussetzen – allerdings nur in Windows 10 Pro und höher. Hier hat Microsoft bislang nicht genau spezifiziert, welche Updates trotzdem geladen werden. Naheliegend ist, dass solche Aktualisierungen trotzdem geladen werden die Windows nicht unmittelbar betreffen, also etwa Defender-Signaturen und Patches für den Flash Player.

Ebenfalls ab Windows 10 Pro gibt's im Creators Update einen neuen Dialog zum Verzögern von Updates. Die Einstellung "Current Branch for Business" unter Branch-Bereitschaftsniveau entspricht dem bisherigen Häkchen bei "Upgrades zurückstellen"; zusätzliche Verzögerungen für Updates und Versions-Upgrades müssen nun zudem nicht mehr via Gruppenrichtlinie festgelegt werden. Reguläre monatliche Updates lassen sich um bis zu 30 Tage verzögern; Versions-Uprgades um bis zu 365 Tage. Letzteres gilt laut Microsoft als zusätzliche Verzögerung zum Release im ausgewählten Branch. Im Current Branch for Business, in dem eine neue Version meist rund vier Monate nach breiter Verfügbarkeit freigegeben wird, sollte sich das Einspielen einer neuen Ausgabe von Windows 10 demnach um insgesamt 16 Monate gegenüber dem Release an die breite Masse hinauszögern lassen.

Außerdem wird es offenbar einfacher, den PC trotz eines bereitstehenden Updates herunterzufahren oder neu zu starten, ohne dass dieses Update dabei installiert wird. Bei der anstehenden Upgrade-Installation von Insider-Build 15042 auf 15046 zeigte das Ein/Aus-Menü zusätzlich zu den Optionen "Energie sparen", "Herunterfahren und aktualisieren" und "Neu starten und aktualisieren" nun auch die einfachen Optionen "Herunterfahren" und "Neu starten". Ob das auch im fertigen Creators Update so sein wird, ist noch offen. Vor allem für Versions-Upgrades wäre die Änderung aber sinnvoll, da ein Neustart in einer solchen Situation speziell ältere PCs durchaus ein paar Stunden außer Gefecht setzen kann. (jss)

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