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Windows 10: Fit fürs Internet der Dinge und das smarte Heim

Während Apple und seine Partner recht laut für die Plattform HomeKit trommeln, bereitet Microsoft sein Betriebssystem in aller Ruhe für den Einsatz im Smart Home von morgen vor.

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(Bild: Qualcomm)

Seit Apple seine Plattform HomeKit ankündigte, warten Apple-Fans und -Partner darauf, künftig über Siri vernetzter Geräte im Haushalt zu steuern – ohne zu wissen, wann es so weit sein wird. Praktisch unbemerkt blieb hierzulande hingegegen, dass bereits Ende September vergangenen Jahres in den USA eine App für Windows Phone 8.1 erschien, mit der genau das über Microsofts Sprachassistentin Cortana möglich ist – was auch damit zusammenhängen dürfte, dass das verwendete Heimautomationssystem Insteon in Deutschland eine Nischendasein führt.

Microsofts Vorstellungen für Windows 10

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Auch sonst bleiben Microsofts Bemühungen im Bereich Internet der Dinge und Smart Home bislang unter dem Radar. Dass Windows 10 etwa das auf diesen Bereich ausgerichtete Open-Source-Framework AllJoyn der Allseen Alliance implementiert haben wird, war neben den gestrigen Ankündigungen zu "Windows as a Service", zum Spiele-Streaming und nicht zuletzt zur Augmented-Reality-Brille "HoloLens" nicht einmal mehr eine Randnotiz.

Ein Thema war AllJoyn, mit dem sich mittels P2P-Verbindungen die Kommunikation von Geräten und Anwendungen unabhängig von Produktkategorie und Verbindungsart realisieren lässt, aber durchaus auf der CES vor rund zwei Wochen: Das Framework befähigt die dort präsentierten Monster-Lautsprecher der S-Reihe etwa dazu, Alarmtöne auszugeben, wenn ein über AllJoyn vernetzter Rauchmelder anspringt. Ein aktueller LG-Fernseher mit AllJoyn-Unterstützung lässt sich wiederum als Display für die Lautsprecher nutzen, um den aktuell laufenden Titel anzuzeigen.

Im Smart-Home-Szenario der Zukunft könnten folglich Desktop-PCs und Tablets mit Windows 10 als Steuerzentralen oder auch nur als Displays zum Einsatz kommen, die sich automatisch mit allen möglichen vernetzten Objekten im Haushalt verbinden und diese steuern beziehungsweise von diesen Daten entgegegennehmen und visualisieren. Dank der Integration von Cortana dürfte dabei auch eine Sprachsteuerung kein Problem darstellen.

Der Allseen Alliance war Microsoft bereits im Juli 2014 beigetreten. Zu den weiteren Mitgliedern gehören neben LG unter anderem Panasonic, Sharp und Sony auch Silicon Image, TP-Link und natürlich der AllJoyn-Entwickler Qualcomm. Bereits seit 2011 experimentierte Microsofts Entwicklungsabteilung unter dem Projektnamen "HomeOS" an einem "Betriebssystem fürs Heim".

Smart-Home-Demo mit AllJoyn

(nij)