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Windows 10: Microsoft veröffentlicht das "Fall Creators Update"

Microsoft beginnt mit der Verteilung der fünften Iteration von Windows 10: Das "Fall Creators Update" soll ab sofort in Windows Update bereitstehen. Wieder einmal hat der Hersteller diverse kleine und ein paar große Neuerungen hineingebaut.

Build 2017: Ausblick auf das Fall Creators Update für Windows 10

Wie von Microsoft angekündigt, steht ab heute eine neue Ausgabe von Windows 10 zum Download bereit: Ab etwa 15 Uhr Mitteuropäischer Sommerzeit sollen erste PCs das "Fall Creators Update" via Windows Update herunterladen. Kurz danach dürfte ein aktualisiertes Media Creation Tool folgen, mit dem sich Installations-Datenträger der neuen Ausgabe anfertigen lassen. Das Fall Creators Update ist die inzwischen fünfte Ausgabe von Windows 10 und hört auch auf "Version 1709" und auf den internen Projektnamen "Redstone 3". Version 1709 trägt die Build-Nummer 16299.

Mit dem jüngsten Feature-Update – oder aus technischer Sicht korrekter: Feature-Upgrade – hat Microsoft wieder einmal allerhand Neues eingebaut. Das interessanteste dürfte sein, dass Microsoft endlich gezielt den Schutz vor Erpressungstrojanern verbessern will: Die Funktion "Überwachter Ordnerzugriff" lässt ausschließlich Programme in den eigenen Ordnern schreiben, die anerkannt harmlos sind oder vorher von Hand ausdrücklich die Erlaubnis bekommen haben. Die Funktionen des vor einiger Zeit als Einzelprodukt abgekündigten Enhanced Mitigation Experience Toolkit (EMET) sind nun ebenfalls eingebaut.

Dazu kommen allerhand Details – die OneDrive-Funktion "Dateien bei Bedarf" sorgt dafür, dass die Inhalte des Cloudspeichers nicht automatisch auf dem PC landen und Festplattenplatz und Bandbreite fressen, sondern erst bei gezielter Anforderung nachgeladen werden. Der Browser Edge hat ein paar Funktionen bekommen, die dringend nötig waren, um ihn als PDF-Reader ernst nehmen zu können: Er kann jetzt Inhaltsverzeichnisse anzeigen und lässt Formulare ausfüllen. Auch Notizen und Markierungen in PDF-Dateien sind nun möglich.

Dazu gesellen sich eher kleinere, aber für die einen oder anderen Anwender durchaus praktische Details: Die Bildschirmtastatur lässt sich nun auf Visitenkartengröße schrumpfen und per Ein-Finger-Wischgesten bedienen, womit man das Eingabegefühl von Smartphone-Tastaturen auf Tablets bekommt. Auf Wunsch lädt Windows beim Hochfahren das zuletzt angemeldete Benutzerprofil schon im Hintergrund und schaltet bloß den Sperrbildschirm vor – vor allem ältere PCs ohne SSD-Massenspeicher sind nach dem Hochfahren mitunter schneller nutzbar, weil das Benutzerprofil nach der Kennworteingabe schon geladen wurde.

Üblich ist allerdings auch, dass Microsoft mit jedem Feature-Upgrade ein paar Funktionen streicht. Meist sind das veraltete Funktionen aus der klassischen Systemsteuerung, die nun in der neuen Einstellungs-App liegen. Gestrichen hat der Hersteller allerdings die Fähigkeit, Laufwerke mit dem Dateisystem ReFS zu formatieren. Klappte das bislang selbst mit Windows 10 Home, ist die Funktion nun den Editionen Enterprise und Pro für Workstations vorbehalten. Der Zugriff auf ReFS-Laufwerke bleibt weiterhin mit allen Editionen möglich.

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(jss)

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