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Windows 10: Microsoft will mit Desktop App Assure Alt-Software kompatibel machen

Mit Desktop App Assure will Microsoft bei Kompatibilitätsproblemen unter Windows 10 helfen. Und Preise für verlängerten Support für Windows 7 sickerten durch.

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Windows 10: Microsoft will mit Desktop App Assure alte Anwendungen kompatibel machen

(Bild: Microsoft)

Microsoft hat sein Programm Desktop App Assure allgemein freigegeben. Es soll helfen, Kompatibilitätsprobleme von alten Anwendungen aus Windows 7 in Windows 10 und Office 365 zu beheben. Microsofts hatte versprochen, dass diese alten Anwendungen zu 99 Prozent weiterhin funktionieren, dem Rest will Microsoft so abhelfen.

Stellt ein Kunde ein Kompatibilitätsproblem mit einer Anwendung unter Windows 10 und Office 365 ProPlus fest, kann er sich bei Microsoft FastTrack melden. Diese Gruppe will sich dann um eine Lösung kümmern. Das kann dazu führen, dass in Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Software eine Update-Lösung entwickelt wird; oder Microsoft versucht einen Betriebssystem-Patch zum Beheben des Kompatibilitätsproblems bereitzustellen.

Desktop App Assure steht in Englisch, Japanisch, Chinesisch (vereinfacht), Chinesisch (traditionell), Deutsch, Spanisch, Koreanisch, Französisch, Portugiesisch (BR) und Italienisch zur Verfügung. Allerdings können nur Firmenkunden, die mehr als 150 Systeme über einen Lizenzvertrag verwalten, auf das FastTrack Center zugreifen und die Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Viele Firmenkunden werden aber Windows 7 bis zum Supportende Anfang Januar 2020 nicht durch Windows 10 ablösen können. Anfang September 2018 hatte Microsoft bereits eine Verlängerung des Supports für Windows 7 bis 2023 angekündigt. Dies soll Firmen ermöglichen, Windows 7 auch nach dem offiziellen Supportende am 14. Januar 2020 für eine Übergangszeit mit Sicherheitsupdates zu versorgen.

Diese Sicherheits-Updates (Extended Security Updates, ESU) gibt es für Windows 7 Professional und Enterprise, aber nur für Firmenkunden mit Volumenlizenz. Der Preis für diese Updates berechnet sich pro Gerät und soll jedes Jahr steigen. Details zu den Preisen bleibt Microsoft bisher schuldig, aber in US-Medien sind welche zugesickert.

Die Preise pro Maschine und Jahr sollen demnach angeblich bei 25 US-Dollar für Windows 7 Enterprise mit Volumenlizenz beginnen und sich jedes Jahr verdoppeln. Bei Windows 7 Pro startet das erste Jahr bei 50 US-Dollar pro Gerät. Der Kauf der erweiterten Sicherheitsupdates für für das zweite oder dritte Jahr setzt den Bezug in den vorherigen Jahren voraus. Ein Microsoft-Sprecher verwies dazu lediglich auf einen Blog-Beitrag vom September 2018 und riet Kunden, "mit ihrem Microsoft-Kundenteam zusammenzuarbeiten, um Details zur Preisgestaltung zu erhalten". (anw)

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