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Windows 10: Microsofts Spartan-Browser ausprobiert

Der neue Build von Windows 10 enthält erstmals den neuen Spartan-Browser, der den betagten Internet Explorer ablöst. Wir haben uns "Project Spartan" angeschaut.

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Windows 10: Microsofts Spartan-Browser ausprobiert

Erstmals enthält die Vorabversion von Windows 10 den neuen Browser "Project Spartan". Er soll den Internet Explorer ablösen und läuft ausschließlich mit der neuen Rendering-Engine "Edge". Der unfertige Browser steht in Build 10049 ab sofort zum Ausprobieren bereit.

"Project Spartan" sei für das moderne Web gebaut, schreibt Joe Belfiore in einem Blog-Post. Der Browser sei schnell und für das Teilen und Entdecken optimiert. Die Entwickler haben hohe Ansprüche, sie wollen einen "amazing Browser" schaffen und mit ihm Neues ausprobieren. Das ist bitter nötig: Längst hat Googles schneller Chrome-Browser den Internet Explorer vom Thron gestoßen und abgehängt.

Windows 10: "Project Spartan" (8 Bilder)

Die Bedienoberfläche des Edge-Browsers (ehemals "Project Spartan") ist sehr aufgeräumt. So haben Websites mehr Platz.
Spartanische Oberfläche

Zu einem modernen Browser gehört eine reduzierte Bedienoberfläche: Bei Spartan steht die Website im Fokus und nicht der Browser, erklärt Belfiore. Wie bei Chrome haben Web-Inhalte mehr Platz zur Verfügung. Am oberen Fensterrand befinden sich direkt die einzelnen Tabs mit den Websites, darunter eine große Adressleiste mit Vorwärts- und Rückwärts-Knöpfen sowie dem Reload-Button, die sich auch mit dem Finger gut treffen lassen.

Auf der rechten Seite befindet sich die neue Notizfunktion "Web Note". Mit ihr lassen sich Webseiten wie ein Blatt Papier beschriften und mit einem Marker gelb markieren – das klappt auf Touch-Displays auch mit Stift und Finger. Das kommentierte und bemalte Ergebnis lässt sich in OneNote ablegen. Später soll man sie auch via E-Mail verschicken und in sozialen Netzwerken teilen können.

Notizfunktion, Lesemodus: Das Entwickler-Team erklärt, was "Project Spartan" alles bietet.
Lektüre ohne Ablenkung

Webseiten lassen sich in einer Leseliste für die spätere Lektüre sammeln. Zudem verfügt Spartan über einen Lesemodus, der störende Elemente einer Webseite ausblendet und das Lesen angenehmer gestaltet. Das "Distraction-free reading" funktioniert allerdings (noch) nicht mit allen Seiten: Wikipedia etwa läuft nicht im Lesemodus. Verlauf und die Auflistung der Downloads funktionieren ebenfalls nicht, werden aber später nachgereicht.

In den Browser eingebaut ist zwar die Assistentin Cortana, die Zusatzinformationen "im richtigen Moment" liefern soll. Doch ausprobieren können sie deutsche Nutzer noch nicht: Cortana ist derzeit nur in der US-Version des Builds aktiv. Die Unterstützung anderer Sprachen soll demnächst folgen.

Wer den Spartan-Browser ausprobieren möchte, kann sich beim Windows-Insider-Programm anmelden, um die Windows-10-Technical-Preview installieren zu können. Die Entwickler wollen regelmäßig Updates für den Spartan-Browser liefern. Die Nutzer können im Gegenzug ihr Feedback über einen Smiley-Knopf im Spartan-Browser einschicken. (dbe)

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