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Windows 10 Mobile: HP stellt Elite x3 ein

HP stellt die Produktion seines Windows 10 Mobile-Smartphones Elite x3 ein. Der Support für das Gerät soll noch bis Ende 2019 gewährleistet werden.

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Windows 10 Mobile: HP stellt Elite x3 ein

(Bild: HP)

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Wie HP in dieser Woche gegenüber dem britischen Magazin The Register bestätigt hat, wird der Konzern die Produktion seines Windows-Smartphones Elite x3 einstellen. Die übrigen Lagerkontingente werden abverkauft und der Support für das Gerät wird laut HP noch bis Ende 2019 bestehen bleiben.

Eigentlich hatte HP eine umfangreiche Roadmap für Hardware mit Windows 10 Mobile, aufgrund von Microsofts Strategiewechsel beim mobilen Betriebssystem wird diese nun jedoch eingestampft. Microsoft habe gegenüber HP bestätigt, dass der Redmonder Konzern keine weitere Entwicklungsarbeit in Windows 10 Mobile investieren werde, erklärt HPs EMEA-Chef Nick Lazaridis im Rahmen des Canalys Channels Forum in Venedig. Durch diese Planänderung lege Microsoft keinen so großen Fokus mehr auf den Mobilbereich wie ursprünglich angedacht. Ohne die Unterstützung von Microsoft sehe HP keinen Sinn mehr darin, Hardware für das mobile Betriebssystem zu entwickeln.

Mit der X3-Produktfamilie wollte HP ursprünglich mehrgleisig fahren und weitere Produkte veröffentlichen. Diese Pläne streicht der Konzern nun. Es werde keine weiteren Windows-10-Mobile-Produkte mehr geben, so HP. Das HP Elite x3 wurde im vergangenen Jahr vorgestellt und sollte PC, Laptop und Smartphone in einem Gerät vereinen. Microsoft hat Windows 10 Mobile weitestgehend abgestoßen und Hardware-Partner verloren. Im Microsoft Store finden sich mit dem Alcatel Idol 4 Pro, dem Alcatel Idol 4S, dem HP Elite x3 und dem TrekStor WinPhone LTE nur noch vier Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem.

Selbst nach der Übernahme von Nokias Handy-Sparte im Jahr 2014 gelang es Microsoft nicht, der übermächtigen iOS- und Android-Konkurrenz die Stirn zu bieten. Knapp zwei Jahre später musste Microsoft im Zuge dieses Deals eine Teilabschreibung in Höhe von 7,6 Milliarden US-Dollar vornehmen. Ihr fielen rund 20.000 Arbeitsplätze zum Opfer. Seit etwa einem Jahr zieht sich Microsoft zunehmend aus dem Smartphone-Geschäft zurück.

Im Juli 2017 endete schließlich der Support für Windows Phone 8.1, mit dem rund drei Viertel aller Windows-Phone-Geräte laufen. In einer Stellungnahme gegenüber The Register betonte ein Microsoft-Sprecher, dass der Konzern auch Windows 10 Mobile weiterentwickeln wolle. Support soll es zudem auch weiterhin für Hardware-Partner und Lumia-Modelle wie das Lumia 650, das Lumia 950 und das Lumia 950 XL geben. (Denise Bergert) / (axk)

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