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Windows 10: Neue Übersicht zu Voraussetzungen und Upgrade-Pfaden

Dass Windows 10 auf so ziemlich allen Rechnern laufen soll, auf denen auch Windows 7 und 8.1 laufen, ist keine große Überraschung. Dass das Setup-Programm während einer Upgrade-Installation womöglich den Virenscanner austauscht, hingegen schon.

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Upgrade auf Windows 10

(Bild: Screenshot)

Die Systemvoraussetzungen für Windows 10 auf PCs, Notebooks und Tablets unterscheiden sich im Wesentlichen nicht von denen der Vorgänger-Versionen. Minimum sind ein 1-GHz-Prozessor, 1 GByte RAM (64 Bit: 2 GByte), 16 GByte Festplattenplatz (64 Bit: 20 GByte) sowie eine mindestens DirecX-9-taugliche Grafikkarte mit WDDM 1.0 Treiber. Der Monitor soll zudem mindestens eine Auflösung von 1024 x 600 bieten. Ob Windows Abweichungen nach unten toleriert, ist noch nicht bekannt – bislang ist das so, macht dann aber keinen Spaß.

Wie schon bei Windows 8.1 müssen Besitzer einiger alter Prozessoren mit der 32-Bit-Version von Windows 10 vorlieb nehmen, weil ihre Chips ein paar Befehle nicht verstehen (insbesondere CMPXCHG16B, PREFETCHW und LAHF/SAHF).

Die Reservierung von Windows 10 (8 Bilder)

Nach dem Klick wird kurz erklärt, dass es doch noch nicht um das Herunterladen von Windows 10 geht, sondern dessen Vorbereitung.
(Bild: Screenshot)

Client Hyper-V erfordert einen 64-Bit-Prozessor der Second Level Address Translation (SLAT alias EPT alias RVI) unterstützt – kein Problem für alle Core-i-Chips wohl aber für einige Atom-, Celeron- und Pentium-Modelle.

Enterprise-Kunden, die Device Guard zum Festlegen der zulässigen App-Quellen nutzen wollen, brauchen einen PC mit der I/O-Virtualisierungserweiterung VT-d und einem Trusted Platform Module Version 2.0 (TPM 2.0). Während ersteres in der Oberliga der Büro-PCs (also mit vPro-Logo) üblich ist, hatten alle Business-Rechner aus dem letzten c't-Test noch ein TPM 1.2. Die Version 2.0 wird erst mit den nächsten Chip-Generationen von AMD und Intel Einzug halten. Bitlocker ist da genügsamer und kann mit beiden TPM-Versionen umgehen.

Ob Windows 10 auf einem PC laufen wird, lässt sich schon heute überprüfen.

Ob der eigene PC Windows-10-tauglich ist, kann man nachprüfen, sofern das Reservierungs-Angebot für Windows 10 darauf bereits aufgetaucht ist: Dann findet man in dessen Hamburger-Menü den Punkt "PC überprüfen".

Upgrade-Pfade

Die Upgrade-Pfade klären einige bislang offene Fragen, etwa was mit Windows 8.1 mit Bing passiert: Hier wird es ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 Home geben. Auf die gleiche Edition gelangt man von den Editionen Windows 7 Starter, Windows 7 Home Basic und Windows 7 Home Premium sowie Windows 8.1 ("Core").

Ein Upgrade auf Windows 10 Pro gibt es für Windows 7 Pro und Ultimate sowie für Windows 8.1 Pro (auch für 8.1 Pro Student).

Windows 10 Build 10130 (13 Bilder)

Windows 10 bekommt mit Build 10130 Feintuning: Auf den ersten Blick siehts aus wie Build 10122.
(Bild: Screenshot; Hintergrundbild: Glowimages / Getty Images, via microsoft.com)

Microsoft scheint zudem entschlossen zu sein, die N-Editionen zu beerdigen (N steht dabei für "Not with Media Player"). In den Spezifikationen findet sich folgender Hinweis: "'N'- und 'KN'-Editionen folgen dem Aktualisierungspfad der Vorgängereditionen (z. B. Windows 7 Professional N wird auf Windows 10 Pro aktualisiert)." Die K- und KN-Editionen sind übrigens spezielle südkoreanische Editionen.

Virenscanner, Spiele, Media

Während eines Upgrades auf Windows 10 gehen unter Umständen Anwendungen und Fähigkeiten verloren. Bekannt war bereits, dass beim Upgrade das Media Center sowie die Fähigkeit zum Abspielen von Video-DVDs und Blu-rays verloren gehen. Neu ist, dass auch die Spiele über Bord gehen, doch im Store stehen neuere Varianten der Spiele kostenlos zum Download bereit. Auch die Desktop-Gadgets von Windows 7 gehen beim Upgrade verloren, aber das war schon bei Windows 8 so. Einen Treiber für USB-Diskettenlaufwerke hat Windows 10 nicht mehr dabei.

Überraschender ist, dass laut Microsofts Spezifikationen-Website der Upgrade-Prozess auch den Virenscanner anfasst: Es wird dabei geprüft, ob das Abo zum Bezug der aktuellen Virenkennungen noch läuft. Falls nicht, wird der Virenscanner gelöscht und durch den bordeigenen Defender ersetzt. Falls das Abo noch läuft, wird der Scanner bei Bedarf durch die aktuelle Version ersetzt. (axv)

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