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Windows-10-Upgrades: Surface RT nein, Lumia-Phones jain

Die wenigen verkauften Tablets mit Windows RT werden kein Update auf Windows 10 bekommen. Und: Wer momentan ein Lumia kaufen will, sollte auf die Hardware achten.

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Neuer Tablet-Computer von Microsoft.

Ballmer und Windows RT: vergleichbares Schicksal.

(Bild: dpa, Microsoft)

Bei der Präsentation von Windows 10 hat Microsoft zwar dauernd über die PC- und Smartphone-Versionen gesprochen, doch eines dezent verschwiegen: das Schicksal von Windows RT. Während Anwender von Windows 7, 8.1 und Phone 8.1 ohne Neuinstallation und bis auf weiteres kostenlos auf Windows 10 umsteigen können, ist für Tablets wie das Surface RT, Surface 2 oder das rare Lumia 2520 kein Windows 10 geplant. Dies hat The Verge im Gespräch mit Microsoft erfahren. Die Entscheidung verwundert nicht, denn die RT-Verkäufe waren meist unterirdisch schlecht und führten zu massiven Abschreibungen.

Stattdessen will Microsoft wohl einen anderen Weg gehen – mit einem Update, das ein paar neue Funktionen und vielleicht Windows-10-Apps bereitstellt und das Aussehen ein wenig anpasst. Mit einem ähnlichen Vorgehen hatte Microsoft bereits vor gut zwei Jahren Besitzer von Smartphones mit Windows Phone 7.5 enttäuscht: Ein Upgrade auf Version 8 war wider Erwarten technisch gar nicht drin; das stattdessen als Trostpflaster ausgelieferte Windows Phone 7.8 brachte kaum Neuerungen.

Windows 10 für Lumias: Ja, aber...

Zum Thema Windows 10 für bereits verkaufte Lumia-Smartphones hat der Hersteller im November getwittert, dass für alle Lumias mit mindestens Windows Phone 8 ein Upgrade auf Version 10 geplant sei. Microsoft-Manager Chris Weber hat das in einem Interview nun etwas relativiert: Demnach werde nicht jedes Gerät upgraden beziehungsweise mit einem Upgrade sämtliche Features von Windows 10 ausreizen können.

Auf die Frage, ob man denn momentan überhaupt ein Lumia kaufen sollte, empfiehlt Weber unter anderem das Lumia 435 als Einstiegsgerät. Es ist ein sehr einfaches Modell, das Microsoft vor einigen Tagen zusammen mit dem ebenfalls sehr preiswerten Lumia 532 vorgestellt hat. Beide Modelle haben gemeinsam, dass sie trotz einfachster Ausstattung und sehr niedigen Preisen 1 GByte RAM bieten – anders als bisherige Einstiegsgeräte wie Lumia 530 oder 630. Das legt nahe: Wer sich ein Lumia kaufen und es später auf Windows 10 upgraden will, sollte daher von Geräten mit nur 512 MByte RAM die Finger lassen.

Preview-Versionen sollen upgradebar sein

Eine interessante Nachricht ließ zwischenzeitlich Preview-Chef Gabe Aul via Twitter fallen. Wer die Preview-Ausgabe testet, soll später ohne Neuinstallation auf das fertige Windows 10 upgraden können. Im Idealfall bleiben Programme und Dokumente dabei erhalten. Sinnvoll ist das allerdings nicht gerade: Niemand sollte eine massiv schnüffelnde Preview-Ausgabe für Produktivzwecke einsetzen. (jss)

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