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Windows 10: Version 1511 ist da

Seit heute verteilt Microsoft Windows 10 Version 1511. Das erste große Upgrade für Windows 10 ist auch als "Threshold 2" bekannt und bringt jede Menge neue Details, die es nicht in die Ur-Ausgabe aus dem Sommer 2015 geschafft haben.

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Windows 10
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Microsoft: Windows 10 Pro 64Bit, DSP/SB (deutsch) (PC) (FQC-08922)
Microsoft: Windows 10 Pro 64Bit, DSP/SB (deutsch) (PC) (FQC-08922) ab € 118,75

Microsoft versorgt die ersten Windows-10-PCs ab sofort mit Version 1511 des neuen Betriebssystems. Diese zweite Ausgabe von Windows 10 trägt die Build-Nummer 10586 und wurde unter dem Namen Threshold 2 (kurz TH2) entwickelt. Windows-Manager Terry Myerson hat die neue Version in einem Blogpost angekündigt.

Windows 10 Version 1511 (11 Bilder)

Mit dem ersten großen Update bekommt Windows 10 eine neue Build-Nummer und ein Namensschema, das an Ubuntu & Co. erinnert.

Mit Version 1511 bekommt Windows 10 das erste Mal ein Funktions-Upgrade – eine der zentralen Eigenschaften des neuen Systems. Solche Upgrades sollen künftig alle paar Monate erscheinen. Das Vorgehen erinnert ein wenig an Smartphone-Systeme wie Android und iOS: Das Gerät bleibt nicht auf der Betriebssystem-Version zum Kaufzeitpunkt stehen, sondern erfährt regelmäßige Upgrades, die neue Funktionen hinzufügen. Im Gegensatz zu den Mobilgeräten ist der Kunde dabei aber nicht auf das Gutdünken der Hersteller angewiesen: Da die neuen Versionen direkt von Microsoft kommen, ist mit den Systemupdates erst Schluss, wenn die Hardware nicht mehr mitspielt.

Microsoft bietet ein neues Media Creation Tool zum Download an: Es prüft nun, auf welchem System es läuft und macht einen Vorschlag für die zu Sprache, Edition und Architektur passende Variante. Außerdem sind nun keine unterschiedlichen ISO-Dateien mehr für die Home- und die Pro-Edition nötig. MSDN-Abonnenten steht Windows 10 Version 1511 ebenfalls schon zur Verfügung. Wer bereits Windows 10 verwendet, bekommt die neue Version automatisch via Windows Update. Der eigentliche Upgrade-Vorgang gleicht dem Prozess beim ursprünglichen Upgrade im vergangenen Sommer: Der PC bootet in ein Windows PE, das das bestehende gegen das neue System ersetzt.

Privatanwender werden keine spektakulären Neuerungen sehen, dafür aber diverse Details, die Microsoft verbessert beziehungsweise überhaupt erst eingebaut hat. Sind beispielweise zwei Fenster auf die linke und die rechte Bildschirmhälfte angedockt, lässt sich die Breite für beide zusammen ändern. Lässt man in der "Personalisierung" die Akzentfarbe auch auf Taskleiste, Startmenü und Co. erscheinen, werden nun auch die Titelleisten etlicher Fenster passend eingefärbt. Die Kontextmenüs von Taskleiste und Startknopf erscheinen nun wie die von App-Icons in einem dunklen Stil; die von Startmenü-Kacheln haben Untermenüs bekommen. Das Startmenü kann Kachelgruppen auch vier- statt dreispaltig darstellen.

Es wird einfacher, das Gratis-Upgrade-Angebot wahrzunehmen: Windows 10 Version 1511 akzeptiert auch Lizenzschlüssel von Windows 7, 8 und 8.1. Eine einmalige Upgrade-Installation aus dem laufenden Altsystem heraus ist nicht mehr notwendig. Für Besitzer von Desktop-PCs eröffnet sich damit eine entspannte Umstiegs-Möglichkeit: Wer einfach eine SSD kauft, kann darauf Windows 10 direkt neu installieren und ein Dual-Boot-System mit dem vorhandenen Windows 7 oder 8.1 betreiben – ohne die 30-Tage-Frist im Nacken zu haben, innerhalb derer man zum alten System zurückkehren kann.

Version 1511 bringt auch ein paar zunächst unsichtbare, aber durchaus interessante Neuerungen: Der "Compression Store" ist eine neue Funktion der Hauptspeicherverwaltung, die bei akutem Speichernotstand gerade ungenutzte RAM-Inhalte komprimiert, statt sofort die Auslagerungsdatei auf der Festplatte zu befüllen. Die in der Pro-Version enthaltene Virtualisierungslösung Hyper-V unterstützt nun auch verschachtelte Virtualisierung, also das Ausführen von VMs in VMs. (jss)

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