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Windows 10 Version 1809: Datenverlust-Probleme waren bekannt

Dass beim Umsteigen auf die aktuelle Windows-10-Version 1809 Datenverlust drohen kann, haben Teilnehmer am Insider-Programm schon vor Monaten gemeldet.

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Windows 10 Version 1809: Datenverlust-Probleme waren bekannt

Diese Aussage bekommt man während des Einspielens einer neuen Windows-10-Version zu lesen. Sie stimmt aber offenbar nicht immer.

Am gestrigen Samstag hat Microsoft die Auslieferung des Windows-10-Upgrades auf Version 1809 gestoppt. Grund waren Nutzerberichte über Datenverluste während der Aktualisierung des Systems: Die Inhalte der Ordner "Dokumente" und "Bilder" im User-Verzeichnis waren verschwunden. Da Microsoft die neue Version bislang noch nicht als automatische Aktualisierung verteilt hat, sind allerdings nur Nutzer betroffen, die entweder Windows ausdrücklich angewiesen haben, nach neuen Updates zu suchen oder die die Installationsmedien von Hand heruntergeladen und eingesetzt haben. [Update: Offenbar hat Microsoft die neue Version doch bereits vereinzelt als automatisches Update verteilt.]

Von den Problemen hätte Microsoft schon vorher wissen können: entsprechende Hinweise von Teilnehmern am Insider-Programm gab es bereits vor der Veröffentlichung von Verison 1809, etwa hier und hier. Unklar ist bislang, warum Microsoft den Hinweisen nicht nachging. Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft eine neue Version vorübergehend wieder zurückzieht, auch bei Windows 10 Version 1511 war das der Fall.

Einer der Gründe für das Desaster dürfte sein, dass Microsoft neue Funktionen für Windows 10 nicht als Update nachreicht, sondern als Upgrade. Der Unterschied: Bei einem Update werden nur die veränderten Dateien ausgetauscht, bei einem Upgrade wird stattdessen die vorhandene Windows-Installation in einen neuen Ordner namens "Windows.old" verschoben, danach installiert das Setup-Programm die neue Windows-Version sauber neu und versucht anschließend, alle Dateien, Einstellungen und Anwendungen aus der alten Installation zu übernehmen. Dabei hatte es in der Vergangenheit schon häufiger Schwierigkeiten gegeben, wobei bislang üblicherweise "nur" Einstellungen verloren gingen sowie als inkompatibel eingestufte Anwendungen auf der Strecke blieben.

Als Folge bleibt wie üblich nur der Ratschlag, vor jeder Aktualisierung des Betriebssystems unbedingt ein Backup anzufertigen. Nach der Aktualisierung sollte man zudem sämtliche Einstellungen überprüfen. Auf nicht übernommene Anwendungen weist Windows selbst hin. Nutzer der Editionen Pro, Enterprise und Education sollten zudem in den Einstellungen unter "Windows Update/Erweiterte Optionen" das Einspielen neuer Versionen verzögern, indem sie unter "Installationszeitpunkt für Updates auswählen" umstellen von "Semi-Annual Channel (targeted)" auf "Semi-Annual Channel". Nutzer der Home-Edition haben diese Wahl nicht, sie dienen Microsoft als eine Art erweiterter Kreis von Beta-Testern und bekommen eine neue Version, sobald Microsoft sie für fertig hält. Als Startzeitpunkt für die automatische Auslieferung von 1809 via Windows Update war eigentlich der 09. Oktober geplant, doch daraus dürfte nun erst mal nichts werden. (axv)

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