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Windows 10 Version 1809 jetzt bereit für den "allgemeinen Einsatz"

Microsoft hat das Win 10 Oktober 2018 Update zum "umfassenden Einsatz" freigegeben - üblicherweise der Startschuss für den Einsatz in Unternehmensumgebungen.

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Windows 10 Version 1809 jetzt bereit für den "breiten Einsatz"

(Bild: geralt)

Microsoft hat bekannt gegeben, dass Windows 10 Version 1809 für den allgemeinen Einsatz beziehungsweise die umfassende Verteilung ("broad deployment") freigegeben ist.

Der Text von Microsofts Ankündigung selbst ist dabei relativ knapp gehalten. Die Seite mit den Windows 10-Release-Informationen führt Windows 10 V1809 allerdings seit dem 28. März 2019 im Semi-Annual Channel (SAC) auf. Das ist das Signal, dass Microsoft diesen Windows 10-Build als für den Unternehmenseinsatz geegnet erklärt.

(Bild: MIcrosoft (Win-10-Release-Informationen))

Diese Ankündigung über die SAC-Freigabe kommt sechs Monate nach dem Fehlstart der Windows 10 V1809 am 2. Oktober 2018. Die Version 1809 musste damals wegen Fehlern zurückgezogen werden. Nach dem erneuten Start zum 13. November 2018 war Microsoft bis zum Jahresende damit beschäftigt, die dicksten Fehler und Upgrade-Blockaden aus dieser Windows-Build auszumerzen.

Im Januar 2019 kam dann zwar die Meldung, dass der allgemeine Rollout von Windows 10 V1809 gestartet sei. Aber Microsoft hat diese Windows 10-Build quasi mit angezogener Handbremse verteilt. Zudem dauerte es bis Februar 2019, um weitere Upgrade-Blockaden in bestehenden Windows 10-Installationen zu beheben.

Das führte dazu, dass das Windows 10 Oktober 2018 Update nur spärlich auf geeigneten Systemen ankam. Der Analysedienst AdDuplex weist in seinem Monatsbericht für März 2019 nur einen mageren Anteil von 26,4 % für Windows 10 V1809 unter den Windows 10-Installationen aus. Der Großteil der Anwender arbeitet weiterhin mit der im April 2018 erschienenen Version 1803.

Wer das Windows 10 Oktober 2018 Update frisch ausrollt und die Installation auf den aktuellen Update-Stand vom März 2019 bringt, sollte sich aber auf diverse Bugs einstellen. Laut der Beschreibung des neuesten kumulativen Updates KB4489899 vom 12. März 2019 gibt es folgende bekannte Probleme:

  • Authentifizierungsprobleme beim Internet Explorer 11
  • Audiogeräte funktionieren nach der Update-Installation eventuell nicht mehr
  • Anwendungen reagieren wegen eines Problems im XML-Parser MSXML6 nicht mehr
  • Der Gruppenrichtlinien-Editor reagiert bei Richtlinieneinstellungen für den IE 10 möglicherweise nicht mehr
  • Benutzerdefinierte URI-Schemas für Anwendungsprotokollhandler machen möglicherweise Probleme beim Aufruf der zugeordneten Anwendung
  • Es kann Probleme mit der Pre-Boot eXecution Environment (PXE) von Geräten geben

Microsoft will diese Probleme im Rahmen kommender Updates zwar beheben. Einem außenstehenden Beobachter könnte sich aber der Eindruck aufdrängen, dass die jetzt erfolgte allgemeine Freigabe von Windows 10 V1809 alleine der Tatsache geschuldet ist, dass die nächste Build in Form von Windows 10 V1903 im April, spätestens im Mai 2019 zur Freigabe ansteht. Denn angesichts der obigen Bug-Liste dürften Administratoren in Unternehmen mit dem Rollout noch ein paar Wochen oder gar Monate warten.

Der Übergang von Windows 10 V1809 in den Semi-Annual Channel (SAC) ist für Firmen relevant. Er bedeutet nicht nur, dass die Version, nach Ansicht Microsofts, jetzt im Unternehmensumfeld ausgerollt werden sollte, sondern Microsoft legt dann in der Regel auch den Supportzeitraum für diesen Windows-Build fest.

Für Windows 10 Home und Pro endet der Support für die Version 1809 zum 12. Mai 2020, während Unternehmen 30 Monate Support für Windows 10 Enterprise und Enterprise Education sowie IoT Enterprise bekommen. Das Supportende für diese Versionen ist dann der 11. Mai 2021. Interessante Fußnote am Rande: Microsoft legt den Startpunkt für den Supportzeitraum nicht auf den 2. Oktober 2018, sondern verwendet den 13. November 2018 als Freigabedatum für Windows 10 V1809.

Gleichzeitig hat Microsoft auch damit begonnen, die Installationsmedien für Windows 10 V1809, die Unternehmenskunden im Volume License Center abrufen können, auf den Updatestand März 2019 zu bringen. Endanwender, die ein Installationsabbild mit dem Windows Media Creation Tool (MCT) erstellen, sollten den Build 17763.379 mit den Updates vom 12. März 2019 bekommen.

Siehe dazu auch:

(ovw)