Windows 10 Version 2004: Update kommt Ende Mai

Nach mehreren Verzögerungen soll das Windows 10-Update 2004 wohl Ende Mai erscheinen. Ein womöglich unbeabsichtigt veröffentlichtes Dokument gibt Einblicke.

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(Bild: Anton Watman/Shutterstock.com)

Von
  • Günter Born

Microsoft dürfte das nächste Windows 10-Funktionsupdate zwischen dem 26. und 28. Mai 2020 für die Allgemeinheit freigeben. Dies lässt sich aus einem möglicherweise unbeabsichtigt veröffentlichten Dokument schließen.

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Die Entwicklung des für Frühjahr 2020 erwarteten Funktionsupdate für Windows 10 Version 2004 (20H1-Entwicklungszweig) ist seit Ende 2019 im Prinzip abgeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt befassen sich die Entwickler nur noch mit Bug-Fixes. Mitte April 2020 ließen die Microsoft-Entwickler verlauten, dass Build 19041.207 wohl der endgültige sei. Das ist inzwischen zwar auf Build 19041.208 korrigiert worden, aber viel hat sich seit dieser Zeit nicht mehr getan.

Die US-Journalistin Mary Jo Foley berichtete bereits Anfang Mai auf ZDNet, dass Microsoft, laut ihren Quellen, die allgemeine Freigabe von Windows 10 Version 2004 auf Ende Mai 2020 verschoben habe. Zu diesem Zeitpunkt war die (inoffiziell) für den 28. April 2020 anvisierte Freigabe der betreffenden Build an OEM-Partner bereits verstrichen. Unter Berufung auf ihre Quellen nannte Foley folgenden Zeitplan:

  • OEM/RTM: Verschiebung vom 28.4. auf den 5. Mai
  • Entwickler: Verschiebung vom 28.4. auf den 12. Mai
  • Generelle Freigabe: Verschiebung vom 12. Mai auf den 28. Mai

Spekuliert wurde, dass die Entwickler einen 0-Day-Exploit patchen wollten und daher die allgemeine Freigabe verschoben wurde. Denkbar ist auch, dass die Verlagerung vieler Aktivitäten ins Home-Office wegen der Coronavirus-Pandemie zu dieser Verzögerung beigetragen hat.

Bisher hat Microsoft keinen offiziellen Termin für die allgemeine Freigabe des Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) bekannt gegeben. Inoffiziell ist jetzt aber ein Zeitkorridor für diese Freigabe bekannt geworden. Dazu muss man aber bestimmte Sachverhalte kennen und einordnen können.

Im Februar hatte heise berichtet, dass Microsoft Partner (bzw. vorrangig die Gerätehersteller unter ihnen) ab 2020 Treiber über Windows Update ausliefern können. Dort war auch erwähnt, dass die Gerätehersteller die Auslieferung von Funktionsupdates bei bekannten Inkompatibilitäten für ihre Geräte blockieren können. Zudem gab Microsoft bekannt, dass man kurz vor und nach einem Funktionsupdate keine OEM-Treiber über Windows Update ausliefere.

Ausgestattet mit diesem Wissen, lässt sich eine von Microsoft gerade im Techcommunity-Artikel Driver Shiproom Schedule veröffentlichte Revision eines Kalenderblatts interpretieren.

Ein Kalenderblatt gibt die Daten für 2020 an, an denen keine Treiber von Geräteherstellern über Windows Update verteilt werden können. Dort sind die Tage vom 26. bis 28. Mai 2020 gelb eingerahmt. An diesen Tagen wird die Verteilung von Treibern wegen ‘Funktionsupdate’ geblockt. Da am 25. Mai in den USA Feiertag (Memorial Day) ist, bleibt der Zeitraum 26. bis 28. Mai 2020 für die allgemeine Freigabe von Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004). Ab diesem Zeitpunkt können interessierte Nutzer dann die neue Windows 10-Version über die Windows Update-Suche installieren lassen. Microsoft selbst wird die Verteilung des Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) wie üblich in Wellen vornehmen. Der Ansatz wurde für eine ältere Windows 10-Version beschrieben.

Dieses Kalenderblatt gibt die Daten für 2020 an, an denen keine Treiber von Geräteherstellern über Windows Update ausgerollt werden können

(Bild: Microsoft)

Die für Herbst 2020 zu erwartende Windows 10-Funktionsupdate im 20H2-Entwicklungszweig wird, nach den Informationen von Mary Foley aller Voraussicht nach ein ‘kleines Update’, wie man es von Windows 10 Version 1903 und 1909 her kennt. Windows 10 Version 1903 wurde als reguläres Funktionsupdate ausgeliefert und erhielt mit allen folgenden kumulativen Updates auch die Funktionen, die für Windows 10 Version 1909 vorgesehen waren. Diese Funktionen wurden nur noch nicht freigeschaltet. Mit dem Rollout einen kleinen, ca. 500 kByte großen Enablement-Update wurde dann die Windows 10 Version 1903 zur Windows 10 Version 1909. Und gleichzeitig gab das Update die bisher in der Version 1903 geblockten Funktionen für die Version 1909 frei. Dieser Ansatz war zwar von Beobachtern erwartet worden, aber laut einem Mixer-Beitrag der Microsoft-Entwickler für Windows Insider war dies Ende 2019 noch nicht sicher. Das nächste Windows-Update 2004 bringt wie üblich zahlreiche Neuerungen mit. (tiw)