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Windows 10 gibt es nicht als Bing-Edition

Auf vielen günstigen Notebooks und PCs war bislang Windows 8.1 mit Bing vorinstalliert. Eine Bing-Version von Windows 10 wird es aber nicht geben.

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(Bild: dpa, Terry Myerson/Archiv)

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Anders als den Vorgänger wird es das neue Betriebssystem Windows 10 nicht in einer "mit Bing"-Edition geben. Das hat ein namhafter Gerätehersteller gegenüber heise online bestätigt. Demnach wird es neben bekannten Varianten Windows 10 Home und Windows 10 Pro keine "Bing"-Version geben. Fragen dazu hatte Microsoft bislang nicht beantwortet.

Mitte 2014 hatte Microsoft mit Windows 8.1 mit Bing eine neue Windows-Edition aus der Taufe gehoben: Gerätehersteller bekommen das Bing-Windows quasi kostenlos oder zumindest zu stark reduzierten Lizenzkosten, solange bestimmte niedrige Systemvoraussetzungen erfüllt sind. Das hat dazu geführt, dass man mittlerweile schon ab 200 Euro nagelneue Notebooks inklusive Windows-Lizenz kaufen kann – eine klare Kampfansage gegen Chromebooks.

Dass es nun keine weitere Bing-Version geben wird, deckt sich mit unseren Marktbeobachtungen: Etliche günstige Notebooks und Mini-PCs, die es bislang mit Windows 8.1 mit Bing gab, haben seit der Markteinführung von Windows 10 neue Ausstattungsvarianten hinzu bekommen, bei denen Windows 10 Home vorinstalliert ist. Und wenn man ein Bing-Gerät auf Windows 10 aktualisiert, was derzeit kostenlos möglich ist, wird aus der Lizenz ebenfalls ein Windows 10 Home.

Am niedrigen Preisniveau hat sich bei den Windows-10-Neuauflagen bisheriger Bing-Geräte nichts geändert. Wir gehen deshalb davon aus, dass das ehemals separate Bing-Programm nun Teil des regulären Windows-10-Lizenzprogramms für OEMs ist. Gerätehersteller bekommen Windows also wohl weiterhin für kleines Geld, wenn gewisse Rahmenbedingungen erfüllt sind – es gibt halt nur keine extra ausgewiesene Edition mehr. Letzteres ist positiv, denn das Microsoft-intern mit einer anderen ID abgegrenzte Bing-Windows hatte eine mitunter nervige Einschränkung: Die in den Geräte-BIOSen hinterlegten Lizenzschlüssel wurden von alle frei verfügbaren Installationsmedien für Windows 8.1 nicht erkannt, weshalb man solche Geräte nicht selbst installieren konnte beziehungsweise sich die frische Windows-Installation nicht aktivieren ließ.

Ob Microsoft den OEMs abseits von Hardware-Einschränkungen auch andere Limitierungen auferlegt, damit sie Windows 10 Home für Lizenzkosten nahe Null bekommen, ist nicht bekannt. Bei Windows 8.1 mit Bing durften die Gerätehersteller die im Browser voreingestellten Bing-Suchmaschine nicht ändern. Für den Käufer eines solchen Geräts hat dies jedoch keine Auswirkung: Der Nutzer kann trotzdem seine Suchmaschine der Wahl als Standard festlegen. Funktional war ein Windows 8.1 mit Bing also schon immer ein Windows 8.1 "Core". (mue)