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Windows 8: Die Zukunft von Windows Embedded

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Auch für Windows 8 gruppiert Microsoft unter dem Familiennamen "Windows Embedded 8" eine ganze Reihe von Produkten mit zum Teil recht unterschiedlichen Ausrichtungen, technischen Eigenschaften oder Lizenzmodellen. Gemein ist Ihnen – wie auch dem normalen Windows 8 für PCs – die Unterstützung für Touch- und Gestenbedienung:

  • Windows Embedded 8 Standard ist die modulare Version von Windows 8. Der Entwickler kann aus einem Baukasten sein eigenes Windows zusammenstellen und es so beispielsweise an seine Sicherheitsbedürfnisse anpassen. Es ist der direkte Nachfolger von Windows Embedded Standard 7, das wiederum XPe beerbt hat. Warum Microsoft diesmal die Versionsnummer ans Ende stellt, ist unklar. Nach der Community Technology Previev vom März steht nun eine Release Preview zum Download bereit, die finale Version soll im März 2013 erscheinen. Kleiner Treppenwitz am Rande: Als Systemvorraussetzung für den Entwicklungsrechner erwähnt Microsoft bisher nur Windows 7, nicht aber Windows 8.
  • Windows Embedded 8 Pro tritt ab März 2013 in die Fußstapfen von Windows 7 for Embedded Systems aus der Reihe Windows Embedded Enterprise. Es handelt sich dabei technisch um ein ganz normales Windows 8 Pro. Lediglich die Lizenz ist auf Geräte mit einem einzigen Einsatzzweck zugeschnitten.
  • Windows Embedded 8 Industry ist für Kiosk-Systeme gedacht und lässt sich – wie sein Vorgänger Windows Embedded POSReady – in der Funktionalität stark beschränken und mit einer eigenen grafischen Bedienoberfläche versehen.
  • Windows Embedded 8 Handheld basiert unterdessen auf Windows Phone 8 und zielt damit (unter anderem) auf tragbare (Eingabe-)Geräte für die Industrie mit ARM-Prozessoren.
  • Windows Embedded 8 Automotive richtet sich wie der Name sagt an die Automobilindustrie, viel mehr will Microsoft derzeit aber noch nicht verraten.

Nicht direkt in die Windows-8-Familie gehört unterdessen Windows Embedded Compact 2013, das im zweiten Quartal 2013 in die CE-Fußstapfen von Windows Embedded Compact 7 treten und mit einem besonders kleinen "Footprint" und Echtzeitfunktionen glänzen soll. Zudem kann man es für diverse Hardware-Plattformen übersetzen.

So wie es derzeit aussieht dürften damit nur Varianten Embedded Compact 2013, Embedded 8 Handheld und vielleicht auch Embedded 8 Automotive auf nicht-x86-Systemen laufen. Von RT-Versionen für ARM-Systeme spricht Microsoft bisher nicht. Das verwundert zumindest insofern, als Microsoft immer wieder seine Vision der "Intelligent Systems" predigt und damit das "Internet der Dinge" meint. Dafür wiederum wäre ARM-Unterstützung ein zentraler Schritt. (bbe)