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Windows 8 erscheint in vier Versionen

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In einem Blog-Eintrag hat Microsoft-Manager Brandon LeBlanc bekannt gegeben, in wie vielen Versionen Windows 8 erscheinen wird. Anders als noch bei Windows 7 wird die Anzahl deutlich geringer sein: Für x86-/x64-PCs und Notebooks wird es "Windows 8" und "Windows 8 Pro" geben – LeBlanc merkt zudem an, dass es eine spezielle Version "Windows 8 Enterprise" für Firmen mit Software-Assurance-Verträgen geben soll, die Funktionen für die IT-Administratoren in Unternehmen enthalten werde.

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Zudem kommt als vierte Variante die bisher als "Windows On Arm" bekannte Version für Rechner mit ARM-Prozessoren unter dem Namen "Windows RT". "Windows 8" bezeichnet damit nicht nur den nun ebenfalls offiziellen Namen der Produktfamilie, sondern auch deren funktional eingeschränkteste Version, quasi den Nachfolger der Home-Versionen – was Microsoft mit dieser Begriffsverwürfelung beabsichtigt, ist unklar, doch dürfte sie künftig bei vielen Unterhaltungen über den Windows-7-Nachfolger für Verwirrung sorgen.

"Windows 8" (gemeint ist jetzt die eingeschränkte Version) empfiehlt Microsoft für den Einsatz daheim. Wie gehabt fehlen dieser Version wieder die Festplattenverschlüsselung Bitlocker und die Dateiverschlüsselung EFS sowie die Option zum Booten aus einer VHD. Man wird auch nicht per Remote Desktop darauf zugreifen können. Rechner mit dieser Version können auch keine Mitglieder in Domänen werden und lassen sich nicht per Gruppenrichtlinie verwalten. All diese Funktionen bleiben "Windows 8 Pro" vorbehalten. Das gilt auch für den Hyper-V-Client zur Desktop-Virtualisierung.

"Windows 8 Enterprise" wird es wie gehabt nur bei Abschluss eines Software Assurance Agreements geben. Anders als bei Windows 7 – hier sind Ultimate und Enterprise funktional identisch – soll Windows 8 Enterprise noch einige Funktionen bieten, die Windows 8 Pro fehlen. Welche genau, hat Microsoft noch nicht bekannt gegeben, es sollen aber welche sein, die speziell für die IT-Organisation in Enterprise-Unternehmen abgestimmt sind, und zwar unter anderem in den Bereichen PC-Management, Deployment, Sicherheit und Virtualisierung.

Die bislang den Versionen Enterprise und Ultimate vorbehaltene Installation zusätzlicher Sprachpakete ist nun unter allen Versionen möglich. Allerdings nicht überall: In China und einer kleinen Anzahl weiterer Länder wird es Versionen geben, die ausschließlich in der jeweiligen Landessprache erscheinen und die Installation weiterer Sprachpakete nicht zulassen.

Das Media Center wird bei allen Versionen fehlen, unter "Windows 8 Pro" wird es aber in Form eines "economical media pack" als Add-on zur Verfügung stehen.

"Windows RT" (das RT dürfte von der neuen Windows RunTime, "WinRT" übernommen worden sein) wird anders als die x86-/x64-Versionen spezielle, für die Touch-Bedienung optimierte Versionen von Word, Excel, PowerPoint, und OneNote mitbringen. Microsoft weist erneut daraufhin, dass die Installation herkömmlicher x86-/x64-Software unter "Windows RT" nicht möglich ist. Dort fehlt auch der Media Player sowie die Option zum Erstellen von Storage Spaces sowie sämtliche Funktionen, die "Windows 8 Pro" vorbehalten sind.

Der Blog-Eintrag nennt auch die Upgrade-Pfade auf das neue Windows: Ein Upgrade auf "Windows 8" (gemeint ist nun wieder die funktional eingeschränkte Version) wird nur von Windows 7 Starter, Home Basic und Home Premium aus möglich sein, auf Windows 8 Pro kann man von allen Windows-7-Versionen außer Enterprise aus direkt upgraden. Ein Upgrade von Vista oder XP aus ist offenbar nicht vorgesehen. (axv)

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