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Windows Server: Aus Honolulu wird Windows Admin Center

Vor einem Jahr hat Microsoft die Vorabversion einer per Browser bedienbaren Administrationsoberfläche für Windows Server namens Honolulu vorgestellt. Sie ist jetzt fertig und wird fortan unter dem Namen "Windows Admin Center" geführt.

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Aus Honolulu wird Windows Admin Center

Das neue browserbedienbare Admin Center streift viele Administrationsbereiche von Windows-Clients und -Servern, aber deckt sie nicht vollumfänglich ab,

Microsoft hat sich schon an einigen Administrationsoberflächen für Windows-Server versucht: Einst war die Management Console Trumpf – für jede Aufgabe gab es ein eigenes Werkzeug, etwa für DNS, DHCP, Nutzerverwaltung et cetera. Dieser Werkzeugsatz ist auch für den Einsatz auf Clients als Remote Server Administration Tools (RSAT) erhältlich und weiterhin unverzichtbar. Später folgte der Server-Manager, der einige der Aufgaben bündelte Schließlich kam das Active Directory-Verwaltungscenter dazu, das ein paar aber nicht alle Tools integrierte beziehungsweise ersetzte.

Mit dem jetzt angekündigten Windows Admin Center schickt Microsoft eine weitere Möglichkeit ins Rennen. Sie lässt sich mit Edge oder Chrome nutzen und ersetzt keinen Ihrer Vorgänger, sondern soll sie ergänzen: Weder Active Directory noch DHCP, DNS oder IIS kann sie verwalten. Dafür verweist Microsoft wieder auf die bekannten Werkzeuge oder auf die zusätzlich erhältlichen großen Lösungen wie System Center & Co, für die zusätzlich Lizenzkosten anfallen. Windows Admin Center hingegen ist kostenlos zum Download zu haben. Es lässt sich auf Windows 10 (ab 1709) und Windows Server 2016 sowie 1709 einrichten.

Microsoft betont, dass das Windows Admin Center nicht auf Unterstützung (aus) der Cloud angewiesen sei. Allerdings zielen seine Funktionen vor allem darauf, eine hyperkonvergente Infrastruktur zu verwalten, also einen Mix aus lokal und in der Cloud betriebenen Systemen. Als Rückgrat für die neuen Verwaltungswerkzeuge dient die PowerShell und deren Fähigkeit, Systeme über das Netzwerk per WMI und WS-Management-Schnittstelle zugänglich zu machen – beim Einrichten der TrustedHosts ist das Admin Center behilflich. Die Dokumentation liefert ergänzende Hinweise. (ps)

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