Windows Store mit Open-Source-Ausnahme

Eine Sonderregel erlaubt den Vertrieb von freier Software auch zu anderen als den Microsoft-Standard-Bedingungen des Windows Store, sofern es die Open-Source-Lizenz erfordert.

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Von
  • Oliver Diedrich

Vorschau auf den Windows Store.

(Bild: Microsoft)

Der frisch angekündigte Windows Store, der sich nach dem Willen von Microsoft zur Hauptbezugsquelle von Anwendungen für das kommende Windows 8 entwickeln soll, enthält im App Developer Agreement eine Sonderregel für Open-Source-Software. Apps, die unter einer OSI-anerkannten Open-Source-Lizenz stehen, dürfen zumindest in der Vorabversion des Windows Store zu Bedingungen vertrieben werden, die im Widerspruch zu den Standard Application License Terms stehen, wenn das die Open-Source-Lizenz erfordert. Die Standard Application License Terms verbieten unter anderem die Weitergabe der Anwendung.

In der Vergangenheit hatten beispielsweise die ähnlich restriktiven Vorgaben in Apples App Store zu Problemen mit freier Software geführt. So entfernte Apple Anfang des Jahres den iOS-Port des Mediaplayers VLC aus dem App Store, nachdem sich ein VLC-Entwickler beschwert hatte, dass der Vertrieb zu den Bedingungen des App Store die GPL verletzt (siehe dazu auch Apple vs. Open Source). Derartigem Ärger will Microsoft im Windows Store offenbar vorbeugen. In den Nutzungsbedingungen für den Windows Phone Marketplace schließt Microsofts Open-Source-Software unter Copyleft-Lizenzen explizit aus. (odi)