Windows Vista Service Pack 1 für MSDN- und Technet-Abonnenten verfügbar

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Zwar ist das SP1 für Windows Vista bereits seit über einer Woche fertig, doch zögert Microsoft weiterhin mit der allgemeinen Auslieferung. Anfangs hatten nur große PC-Hersteller, Kunden mit Volumenlizenzvertrag sowie registrierte Beta-Tester Zugriff auf die finale Version. Erst ab Mitte März soll das SP1 dann im Download-Center auftauchen, wo man es manuell herunterladen kann. Bis dahin sollten ursprünglich auch MSDN- und Technet-Abonnenten warten, doch das führte jedoch zu heftigen Protesten. Denen hat Microsoft nun nachgegeben ("We heard you.") und stellt das SP1 ab sofort für MSDN- und Technet-Plus-Abonnenten zum Download zur Verfügung (Zugriff nur mit entsprechendem Account).

Alle anderen müssen sich noch weiter gedulden, und das wohl aus guten Gründen. So setzt die Installation des SP1 via Windows-Update einige andere Patches voraus, die Microsoft vorab per Autoupdate verteilt. Zudem räumt Microsoft ein, dass derzeit einige Treiber die Installation des SP1 verhindern (genauer gesagt nicht die Treiber selbst, sondern deren Setup-Programme, die bei der Installation des SP1 erneut durchlaufen). Auch in c't-Tests scheiterte das Einspielen auf einem Notebook, sodass letztlich nur das Booten von der Vista-DVD und die Rückkehr zum letzten Systemwiederherstellungspunkt half. Bis zur breiten Auslieferung im April hofft Microsoft offenbar, solche kritischen Treiber identifizieren und via Windows-Update aktualisieren zu können.

Ein weiterer Grund für die Verzögerungen dürfte wohl sein, dass Microsoft damit rechnet, SP1 könne vielleicht nicht nur viele Fehler beheben, sondern womöglich auch neue mitbringen. Zu Recht, denn bei einem ersten Test der c't produzierte Norton Antivirus eine falsche Fehlermeldung und Bitdefender Antivirus ließ sich nicht mehr installieren, wenn das SP1 bereits eingespielt ist – das Aktualisieren von Vista auf SP1 mit installiertem Bitdefender klappte aber.

Auch wenn der Softwareriese also ausdrücklich darauf hinweist, dass das SP1 wirklich fertig ist und nicht mehr geändert wird, hält Microsoft durch die verzögerte Auslieferung sich selbst ebenso wie anderen Hard- und Softwareherstellern eine Hintertür offen: Bevor das Paket per Autoupdate rausgeht, bleiben noch zwei Monate Zeit, bei Bedarf vorab Patches zu verteilen. (axv)