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Windows für Israels Armee zu teuer

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Die israelische Armee will sich nicht mehr ausschließlich an Microsoft binden. Zurzeit gebe es ernsthafte Überlegungen für einen Wechsel von Windows zu Linux, schreibt The Inquirer unter Bezug auf einen Bericht in der israelischen Tageszeitung Ha'aretz . Diesem Bericht zufolge stufen die israelischen Streitkräfte (IDF) die Kosten für Windows als zu hoch ein.

Ha'aretz zitiert den neuen Leiter des IDF-Rechenzentrums, Colonel Avi Kochba, mit den Worten: "Heute gibt es einen Trend zum Wechsel zu Open-Source-Systemen. Wir ignorieren das nicht. Zurzeit untersuchen wir, ob sich Linux-Server als Ersatz für die von Microsoft eignen und ich nehme an, dass einige ausgetauscht werden".

Er unterstütze jedoch nicht die Linie, Microsoft ganz aus der Armee zu verdrängen. "Aber wir unternehmen alle Anstrengungen, die es uns ermöglichen, Kosten zu reduzieren. Wir wollen zum Beispiel die ersten in Israel sein, die mit Linux auf IBM-Mainframe-Computern arbeiten."

In Israel gibt es seit längerem politische Bestrebungen, die Abhängigkeit von Microsoft-Produkten zu minimieren. So will die Knesset-Abgeordnete Nehama Ronen mit einer Gesetzesinitiative erreichen, dass staatliche Stellen fast ausschließlich auf Open-Source-Software zurückgreifen. Setzt sich Ronen damit durch, benötigen Behörden, die sich andere Software beschaffen wollen, künftig eine Ausnahmeerlaubnis des Finanzministeriums. (em)