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Wirbel um Virtuelle Hochschule Bayern

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Um die Virtuelle Hochschule Bayern, ein Vorzeigeprojekt der CSU-Staatsregierung, gibt es erheblichen Wirbel. Nach Spekulationen um eine mögliche Insolvenz des Internetangebots versicherte Staatskanzleichef Erwin Huber (CSU) am Mittwoch in München, eine Zahlungsunfähigkeit werde keinesfalls eintreten. Zugleich bekannte er sich zur Zukunft der Virtuellen Hochschule Bayern (VHB).

Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) hatte dagegen kurz zuvor auf einen Bericht der Süddeutschen Zeitung hin erklärt, die Schließung der VHB sei bereits Ergebnis der Verhandlungen zum Nachtragshaushalt 2004 gewesen. Dies sei Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) schon Anfang Dezember 2003 mitgeteilt worden.

Nach Angaben aus CSU-Kreisen kamen daraufhin die beiden Fachminister am Rande eines Termins zu einem Krisengespräch mit Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) zusammen, bei dem Goppel sich eindeutig durchsetzte. Huber teilte anschließend mit, das Kabinett werde am 22. Juni über die weitere Finanzierung der Virtuellen Hochschule beraten. Die Staatsregierung halte moderne vernetzte Bildungs- und Weiterbildungsangebote für ein wichtiges Zukunftsprojekt. "Dazu gehört auch eine Virtuelle Hochschule", versicherte er.

Die Süddeutsche Zeitung hatte berichtet, die VHB stehe vor dem Aus, weil Faltlhauser zugesicherte und dringend notwendige Mittel zur Finanzierung laufender Seminare und Vorlesungen im Internet verweigere. Die im Jahr 2000 gestartete Hochschule kann von Studenten kostenlos genutzt werden, sie zählt inzwischen rund 10.000 Belegungen. (dpa) / (anm)