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Wireless-Display-Technik kommt nach Europa

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Toshibas Satellite A660 ist das erste für Deutschland angekündigte Notebook mit Intels Wireless-Display-Technik.

(Bild: Toshiba)

Anfang des Jahres hatte Intel mit dem Start der Core-i-Prozessor-Familie auch Wireless Display (kurz WiDi) vorgestellt, mit dem sich der Bildschirminhalt eines Notebooks drahtlos auf Fernseher übertragen lässt. In den USA waren damit ausgestattete Notebooks sofort erhältlich, ein Einführungstermin für Europa war allerdings nicht bekannt.

Das ändert nun Toshiba: Das japanische Unternehmen will noch in diesem Quartal mit dem Verkauf des 16-Zoll-Notebooks Satellite A660 beginnen. Toshiba nennt zwar noch keine Ausstattungsdetails oder Preise, doch es ist klar, dass WiDi nicht bei allen A660 funktionieren wird: Intels Technik setzt zwingend die integrierte Grafikeinheit Intel HD der neuen Doppelkernprozessor voraus, während Toshiba das Notebook auch mit Core-i7-QuadCores und Nvidia-Grafikchips bis hin zum Mittelklasse-Chip GeForce GT 330M bestücken will. Ersteren fehlt die integrierte Grafikeinheit, und ob letztere sich dank Hybrid-Technik abschalten lassen, geht aus den bislang verteilten Datenblättern nicht hervor.

Selbst wenn von Notebook-Seite aus alles glatt läuft, ist dies erst die halbe Miete – schließlich muss der Fernseher die gesendeten Bilder auch empfangen können. Fernseher mit eingebautem WiDi-Empfänger wurden bislang nicht angekündigt, weshalb man zwingend eine zusätzliche Settop-Box braucht.

Eine solche hat lediglich Netgear im Angebot; sie heißt Push2TV PTV1000. Ihr Verkauf für 99 Euro soll im Juni starten. Zusätzlich befindet sich Netgear derzeit in Verhandlung mit Notebook-Herstellern und Retailern, damit wie in den USA Bundles aus Notebook und Settop-Box in den Handel kommen – spruchreife Ergebnisse gibt es aber noch nicht. (mue)