Menü

Wirtschaftsministerium gibt mehr Geld für Digitalisierung des Mittelstands frei

Mit zwei Programmen für Kredite und Forschungsförderung soll die KfW-Bank künftig die digitale Transformation und die Innovationstätigkeit des Mittelstandes gezielt fördern. Günstige Konditionen garantiert das Sondervermögen des Bundes.

von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 8 Beiträge
Wirtschaftsministerium gibt mehr Geld für Digitalisierung des Mittelstands frei

(Bild: dpa)

Das Bundeswirtschaftsministerium will dem Mittelstand unter die Arme greifen, damit kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Digitalisierung besser stemmen und mehr Innovationen entwickeln können. Es hat dazu zwei neue Förderprogramme über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgelegt, die vom 1. Juli an greifen. Damit sollen berechtigte Firmen zum einen über einen "Digitalisierungs- und Innovationskredit" kostengünstige Finanzierungen erhalten. Zum anderen werden gleichzeitig Forschung und Entwicklung in KMU unterstützt.

Beide Instrumente stützen sich auf das Sondervermögen des European Recovery Program (ERP) des Bundes, das das Wirtschaftsressort verwaltet. Mit dem Kreditprogramm soll vor allem die Digitalisierung und Vernetzung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren gefördert werden, damit die vielbeschworene Industrie 4.0 auch im Mittelstand ankommt. Auch strategische Reformen können begleitet werden. Die KfW soll dabei einen umfangreichen Teil des Ausfallrisikos übernehmen und so den durchleitenden Hausbanken die Kreditvergabe erleichtern. Eine Garantie stellen dabei Mittel aus dem Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) dar.

Mit dem parallelen Programm "Mezzanine für Innovation" soll die KfW Finanzierungspakete aus Fremd- und Eigenkapital speziell zur langfristigen Förderung marktnaher Forschung und der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen bieten. Unterstützt werden dem Wirtschaftsministerium zufolge sowohl für die Antragsteller neue Initiativen sowie solche, die sich vom Stand der Technik in der EU abheben. Beide Programme richten sich an etablierte Unternehmen und Freiberufler in Deutschland mit einem jährlichen Gruppenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro. Voriges Jahr hatte das Ressort bereits KfW-Fonds für Gründer aufgelegt. (Stefan Krempl) / (anw)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige