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Wissenschaftler: PCs sind "unlogisch" und "überholungsbedürftig"

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Am Rande der Konferenz des Verbandes der US-Computerwissenschaftler Association for Computing Machinery (ACM) zur Zukunft der Informationstechnik haben führende Computerwissenschaftler eine grundlegende Neuorientierung in der PC-Entwicklung gefordert. Einzelne Sessions der Konferenz, die unter dem Motto "ACM1: Beyond Cyberspace – a journey in many directions" steht und am heutigen Mittwoch zu Ende geht, werden ab 16.30 Uhr (8.30 Uhr Ortszeit) im Internet übertragen.

"Die Situation ist sehr ernst", erklärte beispielsweise William Buxton, Chefwissenschaftler von Alias Wavefront und Professor an der Universität Toronto. Ein großer Teil der Krise in der PC-Industrie resultiere daraus, dass veraltete technologische Konzepte einfach in die Zukunft fortgeschrieben würden. Die meisten Computer wären vollgepackt mit technisch interessanten, aber relativ nutzlosen Features, die wenig mit den Alltagsproblemen der Menschen zu tun hätten. Die Computer seien nicht in der Lage, auf menschliche Bedürfnisse und Verhaltensweisen zu reagieren, erklärte Buxton. Sie seien damit weniger fortschrittlich als beispielsweise eine automatische Toilette auf einem Flughafen, die die Spülung betätigt, wenn der Benutzer aufsteht. Auch Michael Dertouzos, Professor am MIT, sprach sich für "human-centered Computing" aus, bei dem der Benutzer keine relativ komplizierten Aktionen ausführen muss, um simple Aufgaben auszuführen. "Wir bauen seit 40 Jahren Computer", erklärte Dertouzos. "Aber wir nutzen die technologische Revolution darin nicht aus. Wir kratzen kaum die Oberfläche an." (wst)