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Wissenschaftler erkunden Kohlendioxid-Einsparungen durch Musik-Downloads

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c't Magazin
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Wissenschaftler der Carnegie Mellon University und der Stanford University haben herausgefunden, dass der Download von Musik wesentlich weniger Kohlendioxid-Ausstoß verursacht als der herkömmliche Musikvertrieb auf CDs. Je nach kalkuliertem Szenario könne durch den digitalen Vertrieb zu 80 Prozent eingespart werden, heißt es in der von Intel und Microsoft finanzierten Studie (PDF-Datei) The Energy and Climate Change Impacts of Different Music Delivery Methods.

Digital erworbene Musik, die nicht auf CD gebrannt wird, bringt die meisten CO2-Einsparungen.

(Bild: Intel)

Für ihre Studie haben die Wissenschaftler sechs verschiedene Szenarien herangezogen, und zwar vom traditionellen Verkauf einer CD in einem Laden bis hin zu Download und Verwendung von Musikdateien nur in einem Player bis hin zum Brennen der heruntergeladenen Musik auf einer CD, die in einer Hülle aufbewahrt wird. Berücksichtigt wurde unter anderem die Energie, die bei der Herstellung einer CD und für ihren Transport benötigt wird, für Rechenzentren und den Betrieb von Computern. Dabei stellte sich heraus, dass beim digitalen Vertrieb die größten Einsparungen dadurch entstehen, dass die Tonträger und ihre Hüllen nicht hergestellt und transportiert werden müssen.

Wenn der Musikliebhaber die Downloads auf CD brenne, betrage die CO2-Einsparung 40 Prozent, wenn er die Stücke nur auf seinen Player lädt, sogar 80 Prozent, haben die Wissenschaftler herausgefunden. Allerdings werde beträchtlich mehr Energie benötigt, wenn große Dateien übertragen werden. Die Wissenschaftler ließen bei ihren Kalkulationen die für die Stromerzeugung, den Unterhalt von Vertriebsfirmen sowie am anderen Ende zum Anhören der Musik benötigte Energie außen vor. Künftige Studien sollten sich nach ihrer Meinung um neue Methoden digitalen Vertriebs wie Musik-Abos und Streaming kümmern, da diese möglicherweise mehr Energie benötigten als Downloads. (anw)