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Wissenschaftler stellen 3-in1-Smartphone vor

Gleich drei Smartphones in einem Gehäuse: Drei Wissenschaftler aus den USA und Kanada haben den Prototyp eines Handys vorgestellt, das man problemlos an Kinder oder Fremde verleihen können soll.

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Wissenschaftler stellen 3-in1-Smartphone vor

Ein Wissenschaftler-Team aus Kanada und den USA hat den Prototypen eines modular aufgebauten Smartphones vorgestellt, das man problemlos an Kinder oder auch an Fremde verleihen können soll. Das Team aus Professor Daniel Vogel von der kanadischen University of Waterloo, Teddy Seyed von der University of Calgary und Xing-Dong Yang vom US-amerikansichen Ivy-League-College in Dartmouth entwickelten das 3-in-1-Phone gemeinsam. In einem wissenschaftlichen Paper (PDF) beschreiben die drei Forscher ihr "Modular Smartphone for Lending" und wie genau man es an Kinder oder auch an Fremde ausleihen kann.

Sechs verschiedene Nutzungs-Modi ihres Lending-Smartphones unterscheiden die Erfinder.

(Bild:  Teddy Seyed, Xing-Dong Yang, Daniel Vogel: A Modular Smartphone for Lending )

Das vorgestellte Smartphone umfasst gleich drei Geräte. Das sogenannte Masterphone hat den größten Bildschirm. Zwei weitere Mobiltelefone verschwinden beim Normalgebrauch dahinter: ein mittelgroßes, voll ausgestattetes Gerät sowie ein kleines Minimal-Handy, das man beispielsweise bei Notfällen auch an Fremde weitergeben kann.

Beim Prototyp stecken in dem mausgrauen, 3D-gedruckten Gehäuse ein Nexus 6P, ein Nexus 4 sowie ein aus Einzelteilen zusammengebautes Not-Handy. Alle drei Telefone laufen mit einer angepassten Android-Version und unterstützen diverse Verleih-Modi. So kann der Besitzer den Zugriff auch auf einige wenige Apps einschränken.

Der Prototyp ist deutlich zu klobig, um ihn wie ein übliches Smartphone zu nutzen - es handelt sich offenbar um eine erste Studie. Die drei Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich vergleichbare Technik aber auch in einem Gehäuse unterbringen ließe, das weniger als einen Zentimeter dick ist.

Die drei Erfinder forschen schwerpunktmäßig in den Bereichen Usability und Human-Computer-Interaction. Ausgangspunkt für das 3-in-1-Projekt war die Erkenntnis, dass Smartphone-Besitzer ihre Geräte trotz der damit verbundenen Sicherheitsprobleme oft verleihen; insbesondere in ärmeren Ländern sei dies häufig der Fall, schreiben die Wissenschaftler in ihrem Papier. (dwi)

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