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Wissenschaftler will Super-CD vorstellen

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Eine "bahnbrechende Erfindung" will der rumänische Wissenschaftler Eugen Pavel am 17. Oktober auf der EXPO 2000 in Hannover vorstellen: Die so genannte Hyper-CD-ROM soll zehn Terabyte Daten fassen. Die CD-ROM ähnliche Scheibe besteht der Ankündigung zufolge aus lichtempfindlichen "Fluroeszenzglas". Die Daten sollen auf "10.000 verschiedenen Ebenen innerhalb einer Glasscheibe von einem Zentimeter Höhe" gespeichert werden.

Die Schreibfunktion des Speichermediums wird über die Bestrahlung eines bestimmten Volumens des optischen Speichers bewerkstelligt, während zum Lesen der Datenmenge das im System enthaltene konfokale Mikroskop verwendet wird. Der rumänische Wissenschaftler hat seine Entwicklung nach eigenen Angaben bereits Ende 1999 auf der EUREKA, der Weltmesse für Innovationen und Neue Technologien in Brüssel präsentiert.

Die Firma C3D hatte bereits vor einem Jahr eine Speicherscheibe angekündigt, die nach einem ganz ähnlichen Prinzip funktionieren soll. Bei der so genannten Fluorescence Multilayer Disc (FMD) sind die Pits mit fluoreszierendem Farbstoff gefüllt. Trifft ein fokussierter grüner Laser auf ein solches Pit, leuchtet der Farbstoff rot. Im Gegensatz zu reflektiertem Laserlicht ist das Fluoreszenzlicht jedoch nicht kohärent; störende Überlagerungen machen sich daher sehr viel weniger bemerkbar. Die Lichtemission von weiter oben liegenden Schichten wird mit einer konfokalen Optik ausgeblendet. Mit dieser Technik sind die C3D-Ingenieure laut Entwicklungsleiter Ingolf Sander in der Lage, zehn Schichten mit einer Datendichte von fünf Bit pro Quadratmikrometer zu beschreiben. Ein solches beidseitig beschriebenes Medium könnte bis zu 100 Gigabyte fassen. (wst)

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