Withings-Aktivitätstracker misst Sauerstoffsättigung

Der neue Withings-Aktivitätstracker Pulse O₂ misst nicht nur Puls und Bewegung, sondern auch die Sauerstoffsättigung des Bluts. Obendrein hat Withings die zugehörige App runderneuert.

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Von
  • Jan-Keno Janssen

Den Pulse O₂ kann man entweder am Handgelenk oder in der Hosentasche tragen.

(Bild: Withings)

Der französische Hersteller Withings hat einen Aktitivätstracker vorgestellt, der neben der Pulsfrequenz auch die Sauerstoffsättigung des Blutes messen kann. Beides funktioniert allerdings nicht automatisch: Der Benutzer muss seinen Finger auf die Rückseite des Pulse-O₂-Trackers legen und mehrere Sekunden warten. Andere Tracker wie zum Beispiel das Basis-Band messen zumindest die Herzfrequenz permanent.

Technisch funktioniert die Messung mittels LEDs und eines Lichtsensors: Da Blut Licht stärker absorbiert als das umliegende Gewebe, kann der Sensor anhand des zurückgestrahlten Lichts Pulsfrequenz und Sauerstoffsättigung ermitteln. Wie bei anderen Geräten funktioniert die Messung der körperlichen Aktivität und der Schlafqualität über einen Beschleunigungssensor. Ein barometrischer Höhensensor erfasst, ob der Träger statt dem Fahrstuhl die Treppe benutzt.

Der Pulse O₂ wird entweder mit dem mitgelieferten Silikon-Clip an der Kleidung befestigt, am ebenfalls mitgeliefertem Kunststoffarmband getragen oder einfach in die Hosentasche gesteckt. Abgesehen vom Armband unterscheidet sich der Tracker nicht von seinem Vorgänger (Test in c't 16/13). [Update] Die Messung der Sauerstoffsättigung beherrscht auch die ältere Version seit dem Firmware-Update vom 15. April.

Withings neue Health-Mate-App verteilt virtuelle Orden und gibt Gesundheitstipps.

(Bild: Withings)

Wie beim Vorgänger kann man die erfassten Daten der letzten 10 Tage auf dem OLED-Touchscreen-Display anschauen – lokal speichern lassen sie sich nicht. Um die aufbereiteten Körperdaten in der kostenlosen "Health-Mate"-App (Android und iOS) oder auf der Withings-Website anzeigen zu lassen, muss man den Tracker per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Die Daten werden dann an einen Withings-Server geschickt.

Die App bieten neben virtuellen Orden für bestimmte Ziele sowie Ranglisten auch einen "Echtzeit-Trainer", der personalisierte Tipps für eine gesündere Lebensweise geben soll. Laut Withings lassen sich die Aktivitätsdaten auch mit anderen Apps wie RunKeeper, Runtastic oder Jawbones Up nutzen.

Aufgeladen wird der Pulse O₂ mit einem Standard-MicroUSB-Kabel; eine Akkuladung soll zwei Wochen lang halten. Die Health-Mate-App läuft ab iOS 5 und Android 4.0. Der Pulse O₂ ist ab sofort für 120 Euro erhältlich. (jkj)