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Wizards Unite: Schwacher Marktstart im Vergleich zu Pokémon Go

Das AR-Spiel Wizards Unite startet im Vergleich zu Pokémon Go müde, schreiben Marktforscher. Dass sich der Hype wiederholt, scheint derzeit unwahrscheinlich.

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(Bild: Niantic)

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Harry Potter: Wizards Unite wurde über das Startwochenende von 3 Millionen Spielern installiert. Das berichtet das auf Apps spezialisierte Marktforschungsunternehmen Sensor Tower. Alle Spieler haben demnach gemeinsam 1,1 Millionen US-Dollar für das Augmented-Reality-Spiel ausgegeben. Verglichen mit dem inoffiziellen Vorgänger Pokémon Go sind diese Zahlen schwach.

Laut Sensor Tower wurde Pokémon Go in den ersten vier Tagen nach Launch 24 Millionen Mal alleine in den USA, Neuseeland und Australien heruntergeladen. In diesem viertägigen Zeitraum setzte Entwickler Niantic laut Sensor Tower 28 Millionen US-Dollar mit dem Titel um. Das wird Harry Potter: Wizards Unite auch weltweit nach einem Monat wohl kaum einholen. Sensor Tower erwartet nach 30 Tagen einen Umsatz von 10 Millionen US-Dollar weltweit.

In den ersten 24 Stunden sei Harry Potter: Wizards Unite etwa 400.000 Mal heruntergeladen worden, Pokémon Go lag nach diesem Zeitraum schon bei 7,5 Millionen Downloads – obwohl Pokémon Go nur in den USA startete, wohingegen Wizards Unite gleichzeitig in Großbritannien herauskam.

Dass Harry Potter: Wizards Unite die einmalige Aufregung um Pokémon Go wiederholen würde, schien von Anfang an unwahrscheinlich. Die Zahlen zeigen aber, wie weit Wizards Unite dem vorherigen Spiel von Niantic hinterherhinkt. Nur an der Marke kann es nicht liegen: Ein anderes Harry-Potter-Mobilspiel, das von Mikrotransaktionen verseuchte Hogwarts Mystery, hat in den USA und Großbritannien laut Sensor Tower in vier Tagen nach Launch über 7 Millionen US-Dollar eingespielt – sieben Mal so viel wie Wizards Unite.

Im Vergleich zu Pokémon Go bietet Niantics neuer Titel mehr Spielmechaniken, stellte heise online beim Anspielen von Harry Potter: Wizards Unite fest. Das ist aber nicht unbedingt eine Verbesserung: Viele der neuen Features sind eher verwirrend als bereichernd, fand heise online im Test. (dahe)