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Wochenrückblick Replay: Das Höllenfahrrad und die verschwindenden Navis

Die Top-Meldungen der Woche: Ein eher ernüchternder Selbstversuch mit neumodischem Fahrrad-Sharing, der Rückzug von Navigon aus dem Markt und die schwedische Stromschiene.

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Wochenrückblick Replay: Das Höllenfahrrad und die verschwindenden Navis

Kollege Keno fährt Rad: Nach einem abenteuerlichen Ritt durch Las Vegas hat Herr Janssen das auch mal in seiner Heimatstadt versucht, dem wunderschönen Hannover. Die vielfältigen Reize der Leine-Metropole konnte er dabei gar nicht würdigen, weil zu sehr mit der unzulänglichen Technik beschäftigt: Obike ist das Leihfahrrad aus der Hölle, lautet Kenos ungeschminktes Fazit: 150.000 Leser litten mit, die meistgelesene Meldung der vergangenen Woche. Erleichterung in den Kommentaren: “Ich dachte schon, ich bin alt geworden. Gut hier zu lesen zu können: Es liegt an den Rädern, nicht an mir.”

Garmin nimmt die Marke Navigon vom Markt. Nach über 25 Jahren verschwindet damit ein deutscher Pionier der Navigationssysteme von der Bildfläche. Aber die Zeit der Offline-Navi-Apps ist angesichts brauchbarer und kostenloser Gratisangebote auch vorbei. Knapp 130.000 Leser sagen zum Abschied leise “Servus”.

Nahe der schwedischen Hauptstadt Stockholm ist eine öffentliche Straße mit Stromschiene in Betrieb genommen worden. Ähnlich wie auf einer Spielzeug-Autorennbahn können Elektroautos mit einem Stromabnehmer am Fahrzeugboden über die Schiene ihren Saft beziehen. An der Technik wird seit mindestens 14 Jahren gearbeitet. Nicht wenige der rund 127.000 Leser halten das für einen Aprilscherz.

Erste öffentliche Straße mit Stromschienen in Schweden (11 Bilder)

Ein Lkw befährt die Stromstrecke.
(Bild: NCC Joakim Kröger)

Ebenfalls jeweils über 100.000 Leser interessierten sich für eine theoretische Schwachstelle in der Verschlüsselung von WhatApp auf iOS sowie für die Nachricht aus Redmond, dass im nächsten Office-Paket die Notizverwaltung OneNote nicht mehr enthalten sein wird.

Der Streit um das berühmte Affen-Selfie geht doch noch weiter: Das US-Berufungsgericht hat den Vergleich, auf den sich die Organisation PETA und der von ihr verklagte Fotograf geeinigt hatten, verworfen. Es kommt nun zur Verhandlung und einem Urteil – und das könnte PETA womöglich gar nicht schmecken.

So ganz langsam müssen wir uns wohl vom Geldautomaten verabschieden: Vor 50 Jahren wurde der erste in Deutschland aufgebaut. Inzwischen schrumpft die Zahl und Bezahlung über das Handy könnte die Geldautomaten in der Zukunft ganz ablösen. Könnte. Abschiedstränen könnten sich auch als leicht verfrüht herausstellen, von wegen Mobile Payment jetzt aber wirklich, ehrlich.

Freuen können sich Telekom-Kunden mit bestimmten MagentaEINS-Tarifen, denn sie bekommen jetzt das doppelte Datenvolumen für ihren Vertrag. Kurz darauf hat auch Vodafone für die Red-Tarife nachgelegt. Offenbar ist den deutschen Netzbetreibern langsam ein bisschen peinlich, dass die im europäischen Vergleich der Preise pro Gigabyte nicht so ganz weit vorne stehen.

(vbr)

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