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Wochenrückblick Replay: Dildos, Kabel, Steckdosen

Man könnte meinen, das "I" in IT steht für Irrsinn – zumindest wenn man die drei Topmeldungen der vergangenen Woche als Maßstab nimmt: Ein Kameradildo mit Sicherheitslücken, der Wildwuchs bei Steckern und Kabeln sowie versteckte Mikrofone im Smart Home.

Wochenrückblick Replay: Dildos, Kabel, Steckdosen

Der Vibrator mit Kamera hat für Erregungswellen im Forum gesorgt.

(Bild: Svakom)

Artikel wie dieser schreiben sich von selbst: Ein Vibrator mit eingebauter Kamera versagt beim Penetrationstest. Ein schönes Beispiel für die Risiken, die das wachsende Internet of Things mit sich bringt. Das fachkundige Forum jubelt: "Root auf dem Dildo"!

Auch Michael Links Kommentar über den Wildwuchs bei Kabeln und Steckern hat das Forum beschäftigt. Denn selbst da, wo Fortschritte bei der Standardisierung zu verzeichnen sind, ziehen nicht alle am selben Strang. Forist "Kaufzwang" nimmt USB-C als Beispiel, dass "die nächste Runde des Irrsinns" längst im Gange ist: Zwar nur ein Stecker, aber "viele verschiedene Funktionen darüber möglich, dass es nur mit viel Glück funktioniert - und falls man gerade zufällig das richtige Kabel dafür erwischt hat". In diesem Zusammenhang seien auch nochmal der Artikel über USB-C aus c't 04/2017 und der c't uplink vom 11. Februar 2017 empfohlen.

Das Smart Home soll das Leben ja angeblich bequemer machen. Leider auch unsicherer: Die c't hat sich ein paar Smart-Home-Produkte angesehen und haarsträubende Sicherheitsmängel entdeckt. Wir fanden versteckte Mikrofone in Schaltsteckdosen, undokumentierte Web-Frontends mit sensiblen Informationen, Apps und Geräte, die das eigene WLAN-Passwort im Klartext in die Welt hinaus posaunen.

Am Mittwoch ist das Creators Upgrade für Windows 10 erschienen. Das Upgrade bringt viele nützliche Detailverbesserungen für das Betriebssystem mit. Zudem erklärt Microsoft erstmals detailliert, welche Nutzerdaten Windows sammelt.

Und dann war da dieser 1. April. Nicht nur auf Tech-Websites gab es eine Menge mehr oder weniger gelungener Aprilscherze zu entdecken (Spezialwitze für Apple-Nutzer gibt es bei den Kollegen von Mac&i). Für besonderen Aufruhr in seiner engagierten Community sorgte das Mediaplayerprojekt Kodi: Wie bei einer Beschlagnahmung durch die US-Behörden prangten auf der Kodi-Website am 1. April die Wappen des Justizministeriums und des Zolls.

Nichts hat das heise-Forum in der vergangenen Woche so zum Glühen gebracht wie das Mathe-Fiasko: In einem Brandbrief mahnen 130 Professoren und Lehrer die schwachen Rechenkenntnisse deutscher Schüler an. Im Forum diskutieren Lehrer und Schüler mit.

Canonical verabschiedet sich von Unity und kehrt zu Gnome zurück. Das bedeutet wohl auch das Aus für Ubuntu Phone. Während das für unseren Kollegen Fabian Scherschel "Größenwahn" und absehbar war, flammt im Forum der Desktop War wieder auf.

Und vielleicht die Entwicklung der Woche mit den weitreichendsten Folgen: "Stream On". Die Telekom rechnet in ihren neuen Mobilfunktarifen verschiedene Streamingdienste nicht mehr auf das Inklusivvolumen an. Das sogenannte "Zero Rating" ist heftig umstritten: Es gilt nicht für alle Dienste gleichermaßen. "Da geht sie den Bach runter, die Netzneutralität", kommentiert Advocadus Diaboli im Forum.

Die c't-Redaktion tanzt


(vbr)

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