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Wochenrückblick Replay: Tesla trifft Discovery

Ein durchs Weltall kreisender Tesla, ein in einem elektrischen Feld gefangenes und fotografiertes Atom und ein Angriffscode-Automatismus für Meltdown- und Spectre-Attacken: Die wichtigsten Meldungen der Woche.

Wochenrückblick Replay: Tesla trifft Discovery

Replay listet (unter anderem) die in der vergangenen Woche am meisten besuchten Meldungen. Dabei kann es schon mal passieren, dass sich auch eine Meldung darunter befindet, die bereits in der Vorwoche veröffentlicht wurde – zum Beispiel die beliebteste Meldung der Woche mit dem im Weltall kreisenden Tesla.

Der Tesla als Punkt am Himmel.

(Bild: Bild: The Virtual Telescope Project, Gianluca Masi, Michael Schwartz)

Seit dem 6. Februar befindet sich ein neuer Himmelskörper in unserem Sonnensystem. An dem Tag hatte Elon Musks Space Exploration Technologies (SpaceX) mit der derzeit leistungsstärksten Weltraumrakete "Falcon Heavy" einen Tesla-Roadster in eine Umlaufbahn um die Sonne gebracht. Den haben jetzt auch die ersten Astronomen gefunden und abgelichtet. Ihnen hat dabei geholfen, dass die NASA das Elektroauto von SpaceX-Gründer Elon Musk nun offiziell als Himmelskörper führt (als Target Body "-143205") und die Bahndaten aufgelistet hat.

Musks medienwirksamer Raketenstart ist nicht überall positiv aufgenommen worden, Astronautenveteran Bill Anders ätzt dagegen. Musk bringe mit seiner Idee, zum Mars zu fliegen, die Raumfahrt nicht voran: " Seine Pläne lenken uns von anderen Dingen ab", sagte Anders. "Die Nasa sollte sich nicht von Menschen wie Elon hypnotisieren lassen."

Und noch eine weitere Meldung der Woche dreht sich um die unendlichen Weiten des Weltraums – auch wenn es darin nur um das Staffelfinale der Netflix-Serie Star Trek Discovery geht. Fabian Scherschel hat es sich angesehen und war im Großen und Ganzen angetan. Die bildgewaltige Geschichte gefällt ihm trotz einiger erzählerischer Schwächen: "Discovery ist dreckig, kantig, brutal und ab 16; es wird deutlich: Star Trek wird erwachsen. Und trotzdem kann man daran glauben, dass die Serie im Trek-Universum spielt."

Viele Forenteilnehmer fanden die Serie nicht so toll. Forist wileecoytoe findet, dass die Serie zu wenig den Geist Gene Roddenberrys ausstrahlt, sondern zu sehr im Stile anderer erfolgreicher Serien wie Game of Thrones oder The Walking Dead aufgezogen ist. Die Klingonen klängen so, als kämen sie gerade vom Zahnarzt, heißt es an anderer Stelle. RTop1969 empfiehlt Fans alter Star-Trek-Serien The Orville. Die Serie startet Ende des Monats auf ProSieben.

Ein besonderes Foto ist David Nadlinger von der Oxford-Universität gelungen. Er hat ein einzelnes Strontium-Atom fotografiert, das dazu im elektrischen Feld zwischen zwei Elektroden gehalten wird. Es leuchtet schwach bläulich-violett. Das "Single Atom in an Ion Trap" betitelte Foto ist von der britischen Engineering and Physical Science Research Council (EPSRC) mit dem Hauptpreis ihres nationalen Wissenschafts-Fotowettbewerbs ausgezeichnet worden.

Zwischen den Elektroden ist als blasser bläulich-violetter Lichtpunkt (Pfeil) das einzelne Strontium-Atom zu sehen.

(Bild: David Nadlinger)

Bitte schalten Sie Windows Update ein, falls es bei Ihnen nicht läuft. Sonst entgehen Ihnen die Patches für 54 Sicherheitslücken in Edge, Internet Explorer, Microsoft Office, Outlook und Windows selbst, die Microsoft am Mittwoch veröffentlicht hat.

Breaking! Vergessen Sie alle anderen Meldungen der vergangenen Woche – Apples Homepod hinterlässt weiße Ringe auf Holz-Untergründen!!!1! Vielleicht ist es ja ein Feature, das der Zubehörindustrie helfen soll. Erste Untersetzer für den smarten Lautsprecher werden jedenfalls bereits vertrieben.

Pop-ups, Klebebanner und plärrende Videos, die automatisch starten – das sind die nervigsten Werbeformate im Netz.

(Bild: Coalition for Better Ads)

Der Werberiese Google macht Ernst und hat in seinen Browser Chrome einen AdBlocker eingebaut. Torsten Kleinz findet, dass der "Bisschen-Blocker" kaum Werbung blockieren wird, sondern eher eine Werbemaßnahme für Werbung ist und die Installationsquote von richtigen Adblockern deutlich reduzieren soll.

Wie bestimmt die Schufa eigentlich ihren Score, der darüber entscheidet, ob man einen Kredit kriegt, und zu welchen Konditionen? Ein Projekt will dem jetzt nachgehen und bittet um Geld- und Datenspenden.

Es war ja wohl nur eine Frage der Zeit, bis Tools auftauchten, die das Ausnutzen der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre automatisieren helfen. Zwei Forscherinnen der Princeton-Universität und ein Kollege der Firma Nvidia haben in einer Abhandlung eine solche Software beschrieben, die automatisch Angriffscode für die Meltdown- und Spectre-Angriffe auf verschiedene Chip-Architekturen zuschneidet. Dabei wurden auch neue Variationen der Angriffe gefunden.

3D-Fernsehen ist zwar noch nicht tot, es riecht aber schon streng. Fast kein aktueller Fernseher aus 2017 unterstützt noch die Technik. Ulrike Kuhlmann hat sich des Themas in einem längeren Beitrag angenommen. (jo)

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