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Wochenrückblick Replay: Weniger Abgase, höhere Akkukapazität, neue Intel-Bugs

Getunte E-Bikes werden zur Gefahr für ihre Fahrer und Dritte, Elon Musk verscherzt es sich mit Investoren, neue Sicherheitsprobleme in Intel-CPUs sind entdeckt worden: die wichtigsten Meldungen der Woche.

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Wochenrückblick Replay: Weniger Abgase, höhere Akkukapazität, neue Intel-Bugs

Die in der letzten Woche meistgelesene Meldung stammt aus der Vorwoche: Bosch ist es gelungen, die Abgaswerte von Dieselmotoren drastisch zu verbessern – und zwar nicht durch spektakuläre neue Technik, sondern durch die Weiterentwicklung der bereits bewährten Komponenten.

Ein 19 Jahre alter Kanadier hat reihenweise Dokumente vom Informationsfreiheitsportal der Provinz Neuschottland heruntergeladen. Die Dokumente waren nach einem durchgehenden Muster nummeriert, was er sich zunutze gemacht hat. Allerdings befanden sich unter den in der Regel öffentlich zugänglichen Dokumenten auch solche, die nur für einzelne Bürger bereitgestellt worden waren. Jetzt drohen ihm 10 Jahre Gefängnis.

Zehnfache Energiedichte gegenüber heutiger Batterietechnik (siehe links): Dr. Sandra Hansen hat das neu strukturierte Silizium-Anodenmaterial (rechts) erforscht.

(Bild: Arne Grävemeyer / c't)

An der Kieler Christian-Albrechts-Universität ist ein Akku auf Siliziumbasis gebaut worden. Dessen Siliziumanode weist gegenüber heutiger Lithium-Ionen-Technik die zehnfache Energiedichte auf. Zugleich ist der Ladevorgang drastisch verkürzt worden.

Mit Bausätzen zum Tuning von E-Bikes lässt sich das Tempolimit von 25 km/h für die Elektromotoren überwinden werden. Das ist aber gefährlich, insbesondere wenn man ohne Helm fährt. Zudem erlischt mit dem Tuning der Versicherungsschutz. Forist nykel gubben hält die Maximalgeschwindigkeiten von 25km/h für Pedelec und 45km/h für S-Pedelecs allerdings für unglücklich gewählt.

Intel-Prozessoren enthalten acht weitere, bisher unbekannte Sicherheitslücken, von denen manche wesentlich gravierender ausfallen als Meltdown und Spectre. Für vier der acht Lücken stuft Intel die Gefährlichkeit als hochriskant ein, die restlichen vier als "mittel". Eine der Spectre-NG-Lücken hat nach Ansicht von c't jedoch ein wesentlich höheres Bedrohungspotenzial als die bekannten Spectre-Lücken – sie lässt sich über die Grenzen virtueller Maschinen hinweg für Angriffe ausnutzen. "MAB2003" wünscht sich ganz generell in der IT eine Rückbesinnung auf einfachere Systeme und Lösungen.

Was sonst noch wichtig war

Facebook hat seine Entwicklerkonferenz f8 abgehalten. Zeigte sich Konzernchef Mark Zuckerberg zu Beginn seiner Keynote angesichts der aktuellen Datenskandale reumütig, schaute er anschließend schnell wieder nach vorne und stellte etliche neue Funktionen und Produkte vor, etwa Video-Gruppenchats für WhatsApp und das VR-Headset Oculus Go.

Gimp 2.10 ist erschienen, sechs Jahre nach der letzten Version. Die freie Bildbearbeitung wartet mit vielen neuen Funktionen auf.

Elon Musk hat sich bei einer Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren nicht gerade geschickt verhalten. Er kanzelte Fragesteller ab und wich Fragen aus. Das hat zu einem deutlichen Kursverlust seines Unternehmens Tesla an der Börse geführt.

Haben Sie schon Ihr Twitter-Passwort geändert? Der Zwitscherdienst rät dazu. (jo)

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