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"Wolfenstein II: The New Colossus" kurz angespielt

Bethesda hat zwei spielbare Kapitel des nächsten Wolfenstein-Abenteuers nach Köln mitgebracht. Angesiedelt ist "The New Colossus" in einem von den Nazis besetzten Nordamerika – und B.J. ist in der Resistance.

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"Wolfenstein II: The New Colossus" kurz angespielt

German Engineering: Einer der Nazi-Supersoldaten.

(Bild: Bethesda)

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Wolfenstein II: The New Colossus (deutsch) (PC)
Wolfenstein II: The New Colossus (deutsch) (PC) ab € 11,–

Publisher Bethesda zeigt auf der Gamescom zwei Kapitel aus dem im Juni angekündigten Wolfenstein-Abenteuer "The New Colossus". Statt im guten alten Europa spielt die Fortsetzung von "Wolfenstein: The New Order" 1961 in einem von den Nazis eroberten Amerika. Das Spiel beginnt für eine Action-Fortsetzung ungewöhnlich realistisch: Die Verletzungen, die William "B.J." Blazkowicz im letzten Teil beim Kampf gegen das Naziregime erlitten hat, machen ihn zum Krüppel. Also muss man sich zunächst im Rollstuhl durch ein riesiges Kanonenboot ballern, dort selbst für Barrierefreiheit sorgen und den Mitgliedern der neuen Resistance helfen.

Der verletzte B.J., die schwangere Anya, der listige Set und die kämpferische Grace stehen nicht nur wieder der eiskalten Irene Engel gegenüber – sondern auch ihrer fülligen Tochter Sigrun. Die Dialoge zwischen enttäuschter Mutter und liebenswerter Tochter erinnern daran, dass Wolfenstein nicht nur wegen seines Designs erfolgreich ist – sondern auch wegen Figurenzeichnung und der Geschichte. Gut geschrieben und toll vertont, machen die Cut Scenes ebenso viel Spaß wie die Kämpfe.

Neben Frau Irene ist auch ihre Tochter Sigrun mit von der Partie.

(Bild: Bethesda)

Bei den Kämpfen müssen die Entwickler allerdings noch etwas nachjustieren, wie sie selbst sagen. Im Test wirkten die Gegner noch zu leicht zu besiegen, auch wenn sie dank Panzerung jede Menge Kugeln vertragen. Auch sind die spektakulären Retro-Waffen noch rar gesät, die immer Teil des Spaßes in den Wolfenstein-Spielen waren. Was Grafik und Design angeht, bestehen dagegen keine Zweifel: "The New Colossus" ist wunderschön gestaltet und setzt sich von seinem Vorgänger schon allein durch das neue Setting ab.

Das zeigt sich vor allem in Neu Mexiko, wo man den amerikanischen Alltag unter der Nazi-Herrschaft mitbekommt. Ein wohliger Grusel erfasst die Spieler, wenn ein Sturmtruppler zwei Ku-Klux-Clanmänner über neudeutsche Geschichte ausfragt. Irritierend wirkt aber immer wieder das Fehlen echter Nazi-Symbolik. Extra für den deutschsprachigen Raum müssen diese getilgt werden – in Spielen, nicht in Filmen. Was einen ärgerlicherweise daran erinnert, dass Games im Land der Dichter und Denker noch immer nicht als echtes Kulturgut betrachtet werden.

Ab dem 27. Oktober kann man Amerika wieder von den Nazis befreien: auf Playstation 4, Xbox One und natürlich PC.

Quelle: Bethesda / MaschineGames

(vbr)

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