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Wolfram Alpha: Der Countdown läuft

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Noch ist unter www.wolframalpha.com nur lapidar zu lesen "Launching May 2009". Wer aber woanders im Web sucht, kann zu dem Eindruck kommen, die "rechnende Wissensmaschine" (computational knowledge engine) Wolfram Alpha werde jeden Augenblick abheben.

Stephen Wolfram, der geistige Vater von Mathematica und treibende Kraft hinter Wolfram Alpha, ist nicht unschuldig an diesem Gerücht. In einem Blog-Eintrag von 12. Mai schrieb er, man werde den ersten Anlauf, den Webdienst scharf zu schalten, am heutigen Freitag starten – um 19 Uhr CDT (Central Daylight Time, entspricht 2 Uhr morgens in der Nacht zu Samstag). Wer weiter liest, erfährt allerdings, dass die offizielle Erklärung, gestartet zu sein, erst für den kommenden Montag angepeilt ist.

Ob und wann die Webseite in der Zwischenzeit erreichbar ist, ob sie dann bereits Fragen annimmt und Antworten generiert, ist offen – Stephen Wolfram rechnet mit einem Wochenende, das dem Testen und Lösen von Problemen der Infrastruktur gewidmet ist. Denn hinter dem unscheinbaren Textfeld auf der Webseite, in das man bald seine Fragen eintippen darf, verstecken sich laut dem stolzen Projektleiter unter anderem zwei Supercomputer, rund zehntausend Prozessorkerne und Hunderte Terabytes Speicherplatz; nicht zu vergessen die Klimaanlagen, die ausreichen würden, ein Ski-Resort in der Sahara zu betreiben, wie Wolfram frotzelt. Alles zusammen soll in der Lage sein, 175 Millionen Anfragen pro Tag zu bearbeiten.

Ab heute Nacht um 2 Uhr plant man, die Startvorbereitungen auch live als Webfernsehen zu übertragen. Noch ist dort nur das Logo von Wolfram Reserach zu sehen; im Chat schreiben sich allerdings bereits die ersten Wolfram-Jünger warm. (pek)

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