World Backup Day: Jede Datensicherung ist besser als gar keine

Der 31. März wurde von einer nach eigenen Angaben unabhängigen Kampagne zum "World Backup Day" erkoren – um auf die Wichtigkeit regelmäßiger Datensicherungen hinzuweisen.

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World Backup Day: Jedes Backup ist besser als keins
Von
  • Jan Schüßler

Würden alle ihre Daten regelmäßig sichern, wären Erpressungstrojaner hinfällig – dass die Schädlinge trotzdem seit Jahren auch bei Privatanwendern eine der gefürchtetsten Arten von Malware sind, zeigt beispielhaft, dass beim Thema Backup einiges im Argen liegt. Auf diesen Missstand will die Kampagne World Backup Day hinweisen. Die nach eigenen Angaben unabhängige, auf Reddit entstandene Initiative ruft dazu auf, wenigstens einmal im Jahr nicht nur daran zu denken, seine Daten zu sichern, sondern es auch wirklich zu tun.

Wie nicht anders zu erwarten, ist der World Backup Day auch für Hersteller von Festplatten und Backup-Software sowie Händler eine willlkommene Gelegenheit, auf ihre Produkte hinzuweisen und die Werbung mit Zahlen zu unterfüttern. So will etwa Seagate in einer Erhebung mit dem belgischen Umfrage-Institut Ivox ermittelt haben, dass nur 42 Prozent der deutschen Anwendner überhaupt regelmäßig eine Sicherung ihrer Daten anfertigen, während 19 Prozent im Laufe des letzten Jahres kein einziges Backup irgendeines ihrer Geräte gemacht haben.

Das ideale Backup schützt Daten vor allen denkbaren Arten von Zwischenfällen – spätestens beim Szenario "Asteroideneinschlag" wirds aber schwierig. Das fast perfekte Backup bietet daher Schutz gegen Erpressungstrojaner, absichtliches oder versehentliches Löschen, Hardwareausfälle und Diebstahl bzw. Wohnungsbrand. Als Faustregel gilt dabei das 3-2-1-Prinzip: Drei Kopien der Daten (eine im System selbst plus zwei Backups), zwei verschiedene Medientypen für die Backups (z.B. externe Festplatte und Cloud-Speicher) sowie stets eine der Kopien außer Haus (etwa mittels Cloud oder durch Lagern der externen Platte auf Omas Dachboden).

Allerdings gilt auch: Jedes Backup ist besser als gar keins! Wer noch keine Datensicherung hat, sollte daher als erstes eine Datensicherung zum Beispiel auf eine externe Festplatte vornehmen, bevor er eine aufwendige Backup-Strategie ausarbeitet und seine Daten noch länger ungesichert lässt.

Welche Datensicherungstechnik für den einzelnen Anwender ideal ist, lässt sich nicht pauschal sagen: Wer alle Daten seines Smartphones ohnehin in seinem Google-Konto oder in der iCloud speichert, wird im Regelfall höchstens dann und wann ein lokales Backup der wirklich wichtigen Daten auf dem PC machen. Geht es darum, einen ausgefallenen PC so schnell wie möglich durch ein lauffähiges System zu ersetzen, ist das Zurückspielen eines fix-und-fertigen Festplattenabbilds zielführend – für Einzelplätze ab Windows 8.1 etwa mit c't-WIMage, in Firmennetzwerken zum Beispiel mit zentralisierten Client-Backups und/oder Benutzerprofilen im Active Directory

Sie wollen den World Backup Day zum Anlass nehmen, ein ewig aufgeschobenes Backup Ihrer wichtigen Daten endlich durchzuführen? Mit unserer Anleitung "Backups vom Fließband" richten Sie in kurzer Zeit eine Backup-Funktion für Dokumente, Bilder & Co. ein – mit dem kostenlosen und quelloffenen Tool Duplicati.

Eine Datensicherung nach der 3-2-1-Regel bietet etwa das Hybrid-Backup:

(jss)