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X-Force Red: IBM-Elite-Hacker wollen Bankautomaten sicher machen

In vier neuen Laboren wollen Sicherheitsforscher von IBM Bankautomaten, Smartphones, IoT-Geräte und Autos sicherer machen.

X-Force Red: IBM-Elite-Hacker wollen Bankautomaten sicher machen

Bankautomaten werden immer wieder gehackt, die Technik hinter den Systemen wird seit Jahren nicht sicherer, kritisieren Experten.

(Bild: Addoro / Shutterstock.com)

"X-Force Red" – was sich anhört wie eine schnelle Eingreiftruppe aus draufgängerischen Superhelden ist in Wirklichkeit ein Team aus Hacker-Veteranen, die für IBM das Internet sicherer machen sollen. Als Teil dieses Projektes eröffnet IBM nun vier Test-Labore, in denen Experten die verschiedensten Geräte auf Sicherheitslücken untersuchen sollen. Teil des Auftrages der X-Force Red Labs ist es auch, Bankautomaten sicherer zu machen.

Die Ankündigung im Rahmen der Sicherheitskonferenz Black Hat in Las Vegas kommt zum passenden Zeitpunkt: Angriffe auf Bankautomaten haben Hochkonjunktur und die Black Hat ist traditionell der Ort, wo sich die Experten der Szene treffen. Auch acht Jahre nach dem bahnbrechenden Vortrag der verstorbenen Hacker-Legende Barnaby Jack,der das sogenannte Jackpotting erfand, gibt es auch dieses Jahr wieder Talks zur Sicherheit von Bankautomaten. Fazit: "Die Sicherheit von Bankautomaten ist heute auch nicht viel besser als 2012."

Forscher in den vier X-Force-Red-Laboren in Atlanta und Austin (in den USA), in Hursley (England) und in Melbourne (Australien) sollen sich nun Sicherheitslücken in Bankautomaten annehmen. Gefundene Lücken werden vertraulich an den Hersteller gemeldet. In den letzten zwölf Monaten ist die Nachfrage nach Sicherheits-Checks von Bankautomaten durch die Hersteller um 300 Prozent gestiegen, so IBM. Aber auch Smartphones, IoT-Geräte, Autos und Industrie-Steuerungen stehen im Fokus der X-Force Red Labs. Auf der Black-Hat-Konferenz will man wegen der hohen Nachfrage auch Nachwuchs-Hacker für das neue Projekt rekrutieren. (fab)

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