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Computex Update

X299-Mainboards für Core i9 X

LGA2066-Mainboards für Intels neue High-End-Prozessoren stellen viele PCIe-Steckplätze und M.2-Slots für schnelle SSDs bereit. Für maximale Geschwindigkeit lassen sich mehrere PCIe-SSDs mit der Funktion VROC zu einem RAID zusammenfassen.

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X299-Mainboards für Core i9 X

Zum Start von Intels neuer High-End-Plattform Skylake X mit den LGA2066-Prozessoren der Serie Core i-7000X präsentieren die Board-Hersteller auf der Computex passende Mainboards mit X299-Chipsatz. Da die Prozessoren bis zu 44 PCIe-Lanes mitbringen, bepflastern die Hersteller die Platinen mit vielen PEG-Steckplätzen für Grafikkarten und M.2-Slots für schnelle PCIe-SSDs. Zur weiteren Ausstattung zählen acht DIMM-Slots für bis zu 128 GByte DDR4-RAM und acht SATA-6G-Ports.

X299-Mainboards auf der Computex 2017 (21 Bilder)

Gigabyte X299 Aorus Gaming 9

Auf einigen Baords ist der neue USB-3.1-Controller Asmedia ASM3142 aufgelötet, der wie der Vorgänger ASM2142 ebenfalls über zwei PCIe-3.0-Lanes angebunden ist, aber etwas sparsamer arbeiten soll. Darüberhinaus überbieten sich die Hersteller mit hochqualitativen Audioeinheiten und jede Menge RGB-LEDs.

Eine neue Funktion der LGA2066-Plattform ist die Möglichkeit mehrere SSDs, die an PCIe-Lanes des Prozessors hängen, in einem RAID zusammenzufassen. Damit die von Intel als VROC bezeichnete Technik aktiv ist, muss eine Steckbrücke auf dem Board gesetzt sein.

PCIe-SSD-RAID VROC (3 Bilder)

Um mehrere an den PCIe-Lanes der CPU angebundene SSDs zu koppeln, hat Intel die RAID-Funktion VROC entwickelt.

In einer Demonstration im Showroom von Gigabyte erreichte ein RAID0-Verbund aus vier PCIe-3.0-x4-SSDs vom Typ Intel SSD 750 (je 400 GByte Kapazität) eine Lesegeschwindigkeit von über 9 GByte/s (Schreiben 4 GByte/s). Eine einzelne M.2-SSD von Samsung erreichte im gleichen System 2 GByte/s, allerdings war diese wahrscheinlich nur mit zwei von vier möglichen PCIe-3.0-Lanes angebunden.

[Update: 30.5. 10:45] Auf der Computex haben wir weitere Informationen zu VROC sowie die Funktion der Steckbrücke erhalten: Die Abkürzung steht für "Virtual RAID on CPU". Auf allen X299-Boards ist die RAID0-Funktionalität freigeschaltet. Für RAID1 ist der Standard-Stecker notwendig, der rund 100 US-Dollar kosten soll. Die volle Funktionalität inklusive RAID5 erfordert einen Premium-Stecker für 250 US-Dollar. Eine weitere Einschränkung von VROC ist, dass sich RAID-Verbünde nur über Intel-SSDs aufspannen lassen. (chh)

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