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Xbox One X: Microsofts 4K-Spielkonsole kommt jetzt auf den Markt

Gut ein Jahr nach der PS4 Pro hat nun auch Microsoft endlich eine Spielkonsole für 4K-Fernseher am Start. Trotz leistungsstarker Hardware bleibt die Konsole meistens flüsterleise.

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Xbox One X: Microsofts 4K-Spielkonsole kommt heute auf den Markt

(Bild: heise / c't)

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Microsoft Xbox One X - 1TB, schwarz
Microsoft Xbox One X - 1TB, schwarz ab € 459,90

Microsoft verkauft seit Dienstag seine neue Spielkonsole Xbox One X zum Preis von 499 Euro. Das Gerät ist hundertprozentig kompatibel zu bisherigen Xbox-One-Modellen, kann jedoch Spiele in Auflösungen bis zu 4K (2160p) in HDR10 ausgeben. Dazu müssen die Titel allerdings gepatcht werden. Rund 160 Spiele sollen derzeit überarbeitet werden. Über den aktuellen Stand der Patches informiert Microsoft auf dieser Webseite.

Allerdings hat Microsoft zum Start der Konsole keine neuen eigenen Spiele zu bieten. Statt dessen wurden "Halo 5" von 2015 und "Gears of War 4" von 2016 umfangreich überarbeitet. Dank hochauflösender Texturen und neuer Lichteffekte sehen die Spiele spektakulär gut aus, belegen nach dem Update allerdings auch über 100 GByte auf der internen Festplatte der Konsole. Die ist mit nur 1 TByte leider unterdimensioniert. Anwender können sie jedoch mit handelsüblichen externen Festplatten über 3 USB-3-Ports erweitern.

Weitere Spiele wie "Forza 7" und "Halo Wars 2" wurden ebenfalls für die Xbox One X aufgehübscht. Allerdings sind in den Spielen mitunter Aliasing-Artefakte zu sehen, was darauf hindeutet, dass sie nicht in 4K gerendert werden. Im Vergleich sieht "Forza 7" denn auch nicht so geleckt aus wie "Gran Turismo 5" auf der PS4 Pro, kann dafür aber mit Schlechtwetterfahrten aufwarten.

Erste Spiele für die Xbox One X (8 Bilder)

Forza Motorsport 7

Forza 7: Auf der Xbox One X wird das Spiel zwar in 4K mit HDR ausgegeben, am Horizont und an Streckenzäunen sind jedoch auf 4K-Fernsehern Aliasing-Effekte zu sehen, die darauf hindeuten, das das Spiel nicht in 4K gerendert wird. Im Vergleich zum Konkurrenten "Gran Turismo 5" auf der PS4 Pro sehen die Bilder daher nicht ganz so perfektionistisch aus. Dafür darf man auch bei Shit-Wetter fahren, bei GT5 hingegen nur bei Sonnenschein. Die Installation von Forza 7 beschlägt auf der Xbox One X rund 95 GByte.
(Bild: Microsoft)

Spiele von anderen Herstellern, die sowohl für die Xbox One X als auch für die PS4 Pro zu haben sind, lassen hingegen kaum grafische Unterschiede erkennen. Jedoch läuft die Xbox One X deutlich leiser als die PS4 Pro. Nach unseren Messungen rauschen die Lüfter von Sonys Konsole zwei bis dreimal so laut.

Wie schon die Xbox One S kann die Xbox One X neben Blu-ray-Filmen auch UHD Blu-rays in 4K Auflösung abspielen. Allerdings rauscht dabei das Laufwerk aufgrund der hohen Drehzahl merklich lauter als bei anderen dedizierten UHD-Playern und stört den Filmgenuss.

Ebenso wie die Xbox One S gibt das X-Modell auch 3D-Sound in Dolby Atmos aus: Nicht nur bei Blu-ray- und UHD-Filmen, sondern auch bei Spielen und Netflix. Doch findet man bislang nur wenige Titel, die Atmos unterstützen. Bei den Spielen sind es "Gears of War 4", "Assassin's Creed Origins" und "Rise of the Tomb Raider", bei Netflix die eigens produzierten Filme "Wheelman", "Okja", "Death Note" und "Blame!" – wenn man auf die englische Tonspur umschaltet.

Insgesamt macht die Hardware dank der leisen Spiele-Wiedergabe und der Unterstützung von Dolby Atmos einen sehr guten Eindruck. Jedoch muss Microsoft bei den eigens produzierten Spielen nachlegen, wenn der Konzern gegenüber dem enteilten Konkurrenten Sony aufholen will, der in seiner Gaming-Sparte rund acht Mal soviel Umsatz generiert wie Microsoft.

Das weiß auch Phil Spencer, Chef der Xbox-Abteilung bei Microsoft, der angesichts stagnierender Umsatzzahlen im Gaming-Geschäft von rund 1,9 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr unter Druck steht. Gegenüber der US-Nachrichtenagentur Bloomberg erklärte er, dass Microsoft künftig wieder mehr Geld in die Produktion eigener Xbox-Spiele stecken wolle. Zudem arbeite man an einem Stream-Service, der ähnlich wie "Playstation Now" Spiele direkt von Microsofts Azure-Servern auf Endgeräte streamen soll. Da die Berechnungen auf den Servern laufen, benötige man dazu nur einen Online-Anschluss, aber keine leistungsstarke Hardware mehr. Die Entwicklung eines solchen Streaming-Angebots könne jedoch drei Jahre dauern.

Update 15:22 Uhr: "Rise of the Tomb Raider" bei den Dolby-Atmos-Spielen hinzugefügt. (hag)

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