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Xbox Scarlett: Gears-5-Entwickler bestätigt Raytracing-Kerne

Die AMD-Navi-GPU in der kommenden Spielekonsole Xbox Scarlett besitzt Rechenkerne, die sich ausschließlich um die Berechnung von Raytracing-Effekten kümmern.

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(Bild: Lenscap Photography/Shutterstock.com)

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Microsoft setzt bei seiner kommenden Spielekonsole mit dem Codenamen Xbox Scarlett auf Raytracing, um die Grafik aufzuhübschen. Zur Ankündigung der Xbox Scarlett auf der E3 2019 im Juni erwähnte Microsoft noch nicht, ob das Raytracing über dedizierte Einheiten oder die allgemeinen Shader-Rechenkerne läuft.

Doch nun bestätigte ein Mitarbeiter des zu Microsoft gehörenden Entwicklerstudios The Coalition echte Raytracing-Rechenkerne: "Ich bin definitiv super aufgeregt über die Fähigkeiten der neuen Hardware. Dedizierte Raytracing-Hardware zu haben, ist gewaltig", so Technical Art Director Colin Penty im Interview mit der Webseite Gamespot.

Die GPU in der Xbox Scarlett basiert auf AMDs weiterentwickelter RDNA-Architektur. Die erste Generation kommt unter dem Codenamen Navi in der Radeon RX 5700 XT und Radeon RX 5700 zum Einsatz. Als Semi-Custom-Chip lässt Microsoft unter anderem die Raytracing-Rechenkerne verbauen.

Bei den Desktop-Grafikkarten sind die Raytracing-Einheiten mit der zweiten RDNA-Generation bestätigt – in seiner aktualisierten GPU-Roadmap bestätigt AMD RDNA 2 für den Zeitraum 2020/2021. Grafikchips mit der neuen Architektur wird AMD in einem verbesserten 7-nm+-Verfahren fertigen lassen.

AMDs öffentliche Roadmap zu den GPU-Architekturen.

(Bild: AMD)

Beim Raytracing berechnen Spiele beziehungsweise Anwendungen 3D-Szenen über virtuelle Lichtstrahlen. Millionen von Strahlenabprallern pro Sekunde ergeben zusammen die Farbinhalte der Pixel. In bisherigen Raytracing-Spielen kombinieren die Entwickler die Technik mit klassischer Rasterisierung, um Rechenleistung zu sparen. Dedizierte Rechenkerne fürs Raytracing helfen, den Rechenhunger entsprechender 3D-Spiele zu stillen. (mma)