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Xenium-Handy mit Micro-Batterie-Notstrom

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Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat kurz vor seinem endgültigen Abschied aus dem Handy-Geschäft noch schnell ein neues Produkt vorgestellt. Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Batteriehersteller Energizer und dem auf Hybrid-Akkutechnik spezialisierten israelischen Chipentwickler Techtium kündigte der Konzern ein Mobiltelefon der Xenium-Serie an, das bei entladenem Akku auch mit herkömmlichen AAA-Batterien betrieben werden kann.

Das "Xenium NRG" getaufte Gerät bringt dafür ein zusätzliches Batteriefach mit, in das Alkali-Batterien, wiederaufladbare Nickel-Metallhydrid-Batterien oder die vom Hersteller empfohlenen Lithium-Batterien eingesetzt werden können. Die Batterien sollen je nach Typ bis zu drei Stunden zusätzliche Sprechzeit (oder eine Woche Standby) ermöglichen. Die Micro-Batterien versorgen das Mobiltelefon jedoch nicht direkt mit Strom, sondern fungieren als eine Art Notfall-Ladegerät für den Handy-Akku.

Der Ladungstransfer von den AAA-Batterien zum Handy-Akku wird über einen von Techtium entwickelten Mixed-Signal-IC gesteuert (PDF-Datei). Bei Verwendung von wiederaufladbaren Batterien werden diese zusammen mit dem Handy-Akku aufgeladen, sobald das Gerät am Netzteil hängt. Wann, wo und zu welchem Preis das "Xenium NRG" erhältlich sein wird, ist bislang nicht bekannt. Auch wurden noch keine Bilder des neuen Xenium-Modells veröffentlicht.

Philips hatte sich Anfang Februar mit der China Electronics Corporation (CEC) endgültig darauf geeinigt, auch die restlichen Teile des Handy-Geschäfts an die Chinesen zu übertragen. Produktion und Entwicklung liegen bereits seit Ende 2001 in der Verantwortung von CEC. Verkauf und Marketing von Handys hatte Philips aber noch in Eigenregie betrieben. Im Jahr 2006 wurden Unternehmensangaben zufolge 320 Millionen Euro mit Handys der Marke "Philips" umgesetzt. (pmz)