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Xeons und Modems bescheren Intel Rekordquartal

Starke Nachfrage nach Prozessoren für Cloud-Rechenzentren sowie LTE-Modems lassen bei Intel die Gewinne sprudeln und bescheren gute Aussichten.

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Xeons und Modems bescheren Intel Rekordquartal

Intels Fabs, hier in Chandler/Arizona, bleiben überlastet, liefern aber immer noch genug CPUs für satte Gewinne.

(Bild:  Tim Herman/Intel Corporation)

Im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs 2018 hat Intel einen Umsatz von knapp 19,2 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 6,4 Milliarden US-Dollar verbucht. Die Werte liegen um 19 und sogar satte 42 Prozent über den Werten des Vorjahreszeitraums, vor allem der Umsatz stellte einen neuen Rekord für das Unternehmen dar.

Anders als viele andere Chiphersteller schlüsselt Intel die einzelnen Produktkategorien recht detailliert auf. Intel verschiebt aber immer wieder mal einzelne Sparten in buchhalterisch andere Abteilungen – so auch diesmal: Die inzwischen auch von Apple verbauten LTE-Modems gehören nun zur Client Computing Group (CCG), wo auch die PC-Prozessoren angesiedelt sind. Diese Abteilung steigerte den Umsatz um 16 Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar und den Gewinn um 26 Prozent auf 4,5 Milliarden US-Dollar.

Die CCG bleibt damit der wichtigste Teil von Intel, die Einbeziehung der Modems verdeckt wohl, dass die schnellsten Mainstream-CPUs anhaltend schlecht lieferbar sind.

Das größte Wachstum bringt Intel jedoch weiterhin die Data Center Group (DCG). Sie steigerte Umsatz und Gewinn um 26 beziehungsweise 37 Prozent auf nun 6,1 und 3,1 Milliarden US-Dollar. Die Corporation macht dafür vor allem die anhaltend starke Nachfrage nach schnellen Xeons verantwortlich.

Bei diesen oft mehrere tausend US-Dollar teuren CPUs gibt es klassischerweise die höchsten Margen, aber auch hohe Kosten für Test, Validierung und langfristige Verfügbarkeit.

Für das vierte Quartal 2018 und damit auch das Gesamtjahr erwartet Intel weiteres Wachstum, die nächsten drei Monate sollen weitere rund 19 Milliarden US-Dollar Umsatz bringen. Für das Ende des 12-Monats-Zeitraum werden 71,2 Milliarden Umsatz prognostiziert.

Da Intel anders als AMD mit seinen jüngsten Zahlen die Vorhersagen der Analysten übertreffen konnte, legte die Aktie im nachbörslichen Handel zeitweise über vier Prozent zu. AMD war mit Verlusten von über 20 Prozent regelrecht abgestraft worden, obwohl das Unternehmen Umsatz und Gewinn steigern konnte. (nie)