Xerox erhöht Übernahmeangebot für HP auf knapp 35 Milliarden US-Dollar

Das erste Übernahmeangebot war für HP zu niedrig. Jetzt legt Xerox ein paar Milliarden drauf und schiebt eine verbesserte Synergien-Analyse nach.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 21 Beiträge

(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

Von

Büromaschinenhersteller Xerox hat sein Angebot für die Übernahme des PC-Pioniers HP auf knapp 35 Milliarden US-Dollar (rund 32 Milliarden Euro) erhöht. Wie Xerox am Montag in Norwalk im US-Bundesstaat Connecticut bekanntgab, sollen Anteilseigner pro Aktie 24 Dollar erhalten. Das Angebot gelte ab dem 2. März. Xerox reagiert damit auf die Ablehnung des letzten Angebotes im November. Damals hatte HP das Übernahmeangebot in Höhe von etwa 30 Milliarden Dollar als zu niedrig befunden und zurückgewiesen.

Den Angaben von Xerox zufolge habe sich das Unternehmen in einigen Fällen mehrfach mit den meisten der größten HP-Anteilseignern getroffen. Diese hätten sich allesamt eine bessere Rendite, eine bessere Wachstumsperspektive und eine bessere Personalausstattung gewünscht. Dies sei mit dem Zusammenschluss von Xerox und HP gegeben. Mit dem neuen Angebot, so ist sich Xerox sicher, werden die Aktionäre das angekündigte "überzeugende" Übernahmeangebot annehmen.

Dabei will Xerox von den 24 US-Dollar pro Aktie rund 18,40 Dollar in bar auszahlen. Der Rest soll an die Anteilseigner in Form von Xerox-Aktien gehen. Pro Anteilsschein sind das nochmal 0,149 Aktienanteile. Xerox bietet damit etwa 41 Prozent mehr als den volumengewichteten durchschnittlichen 30-Tage-Handelspreis in Höhe von 17 Dollar.

Aus dem Zusammenschluss von Xerox und HP ergeben sich nach der Überzeugung von Xerox Synergien, die den Wert des dann gemeinsamen Unternehmens deutlich steigern.

Der HP-Aufsichtsrat hatte ein erstes Übernahmeangebot von Xerox im November abgelehnt. Das Gremium bemängelte, durch die damalige Offerte von etwa 22 Dollar pro Aktie sei HP unterbewertet. Außerdem wurde kritisierte, dass Xerox einen Teil des Deals über Schulden finanzieren wollte. Diese würden den neuen Xerox-HP-Konzern dann belasten. HP-CEO Enrique Lores und HP-Präsident Chip Bergs hatten kritisiert, dass der Umsatz von Xerox rückläufig sei und es keine "rigorose Analyse erreichbarer Synergien“ gegeben hätte.

Xerox hat daraufhin mitgeteilt, sich direkt an die Aktionäre richten zu wollen, falls es zu keinem "freundlichen Zusammenschluss" käme. Xerox sah in der Ablehnung HPs lediglich eine Verzögerungstaktik, denn die damalige Bewertung sei nach Ansicht von Xerox höher und nicht niedriger als der tatsächliche Wert von HP ausgefallen.

Eine Reaktion von HP auf das neue, höhere Übernahmeangebot steht derzeit noch aus. (olb)