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Xperia Agent: Sonys lässt persönlichen Assistenten "menscheln"

Hugo von Hubble Connect war erst der Anfang: Auch Sony hat einen knuddeligen persönlichen Assistenten mit zum MWC nach Barcelona gebracht – zumindest als Konzept.

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Xperia Agent: Sonys lässt persönlichen Assistenten "menscheln"

(Bild: heise online / Nico Jurran)

Nüchtern betrachtet handelt es sich bei Sonys "Xperia Agent" um einen digitalen Assistenten mit einer zylinderförmigen Basis samt integriertem Touch-Display, Mikrofon und Lautsprecher, in dessen oberen Bereich eine runde Kamera eingelassen ist. Das per WLAN mit dem heimischen Netz verbundene Android-Gerät kann so Personen erkennen, Sprachkommandos entgegennehmen und Antworten geben. Auf Wunsch steuert es auch andere smarte Geräte im Haushalt.

Doch mit einer so nüchternen Beschreibung wird man dem Xperia Agent, der bislang nur ein Konzept ist, nicht wirklich gerecht. Denn das Gerät erinnert zwar nicht durch seine Form an ein Lebewesen, versucht sich aber am Menscheln: Zwei in seinem Kamerateil integrierte kleine Displays zeigen schlitzartige "Augen", die ab und zu "blinzeln". Laut Sony kann der Agent sogar "Emotionen" zeigen und hat eine "Persönlichkeit" – was letztlich bedeutet, dass er sich beispielsweise um seine Achse zum Nutzer dreht oder bei der Sprachausgabe seinen "Kopf" schief hält. Angeblich soll das Serienprodukt sogar die Stimmung eines Menschen an dessen Gesichtsausdruck und aus dem Tonfall der Stimme erkennen – und darauf passend reagieren.

Vorführung des Sony Xperia Agent auf dem MWC

Auf dem MWC ist davon noch nichts zu sehen. Stattdessen spult das Gerät an einer Station ein Programm ab, bei dem es auf Zuruf den Eingang an einem gekoppelten Fernseher wechselt, Filme und Bilder vom am TV angeschlossenen Speichermedium abruft sowie die Musikwiedergabe startet. In einer zweiten Demo erlaubt er dem Anwender, ein Skype-Telefonat anzunehmen und anschließend per Sprachbefehl einen Termin im Kalender einzutragen.

Alle diese Funktionen ließen sich aktuell bereits mit digitalen Assistenten wie Alexa im Amazon Echo oder dem Google Assistent im Google Home realisieren. Schon beim Prototypen wird aber deutlich, dass viele Menschen sehr positiv auf das Menscheln des Geräts reagieren. Das Aktivierungswort sollte sich Sony bis zum (noch unklaren) Marktstart aber noch einmal durch den Kopf gehen lassen: Einige Besucher ließ "Agent" tatsächlich an die Datenschutzproblematiken denken, die persönliche Assistenten mit sich bringen. (nij)

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