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Yahoo äußert sich zu Auskünften an US-Sicherheitsbehörden

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Wie zuvor Apple, Facebook und Microsoft hat sich nun auch Yahoo in einem Blog-Eintrag zu den Anfragen nach Nutzerinformationen durch die US-Behörden geäußert. Demnach wurden innerhalb der vergangenen sechs Monate zwischen 12.000 und 13.000 Anfragen von Sicherheitsbehörden gestellt. Die meisten Anfragen beträfen Ermittlungen zu Betrug, Mord, Entführungen und anderen Verbrechen, schreiben CEO Marissa Mayer und Chefjustiziar Ron Bell.

Nach Bekanntwerden des PRISM-Programms der NSA bemühen sich viele Internet-Unternehmen um Transparenz. Den Eindruck, dass Daten illegal und ohne richterlichen Beschluss an die Behörden gelangten, versucht auch Yahoo entgegenzutreten. Das Unternehmen habe hart für das Vertrauen der Nutzer gearbeitet und wolle dieses auch erhalten.

Wie viele der Anfragen im Rahmen der der Auslandsaufklärung, dem umstrittenen Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA), stattgefunden haben, dürfe nicht bekannt gegeben werden. Wie Google und Twitter zuvor, kritisiert auch Yahoo die vorgeschriebene Geheimhaltung und fordert die US-Regierung auf "ihre Haltung zu dem Thema zu überdenken".

Mayer und Bell kündigten zudem einen Bericht über die Zahl der weltweiten Anfragen von Behörden im ersten Halbjahr an. Dieser soll zweimal im Jahr aktualisiert werden. Damit folgt das Unternehmen dem Beispiel von Google, das bereits seit einigen Jahren einen Transparenzbericht veröffentlicht. (asp)