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Yahoo macht Altavista dicht

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Ist bald Geschichte: Der ehemals äußerst beliebte Internet-Suchdienst Altavista verschwindet aus dem Netz

(Bild: c't)

Schon länger war es geplant nun ist es Gewissheit: Montag in einer Woche, genauer am 8. Juli, geht Yahoos Suchmaschine Altavista offline. Der Dinosaurier unter den Suchmaschinen zählte Ende der Neunziger zu den bekanntesten Internet-Suchdiensten und war eine der ersten, mit denen man eine Volltextrecherche nach relevanten Seiten im Internet durchführen konnte – damals noch als Konkurrent von Yahoo.

Danach wurde Google Marktführer und Altavista verlor an Bedeutung, bis Altavista nach mehreren Übernahmen von Yahoo gekauft wurde. Altavista-Suchanfragen wurden schon seit einigen Jahren über yahoo.com geleitet. Für alle Suchen möge man jetzt auf Yahoo Search ausweichen, gab der Internetkonzern passenderweise via Tumblr bekannt. Hinter Yahoo Search steckt wiederum Suchmaschinen-Technik von Microsoft.

Den Blogdienst Tumblr hatte Yahoo kürzlich für gut eine Milliarde US-Dollar übernommen – nur eine der vielen Maßnahmen, mit denen sich der Konzern neu erfinden will. Seit dort Marissa Mayer an Bord ist, nimmt die Restrukturierung an Fahrt auf, dabei trennt sich der Konzern auch von ungeliebten Diensten.

Vor Altavista traf es im April schon die Rabattseite Yahoo Deals, das für Kinder gedachte Portal Yahoo Kids (ehemals Yahooligans), SMS Alerts, die auf J2ME-beruhenden Mail- und Messenger-Apps für Mobiltelefone sowie den Veranstaltungskalender Upcoming. Seit Anfang Juni ist die klassische Mail-Version nicht mehr verfügbar.

Seit gestern hat Yahoo mit der Abschaltung weiterer Dienste begonnen. Zu den zwölf betroffenen Produkten zählen unter anderem der Yahoo WebPlayer, das Browser-Plugin Axis sowie der RSS-Dienst Yahoo RSS Alerts. (boi)